430 Wasserfahrer messen sich in Rheinfelden

| Do, 20. Aug. 2015
Markus Furler beim Trainieren.

Bald gilt es ernst: Am 29. und 30. August wird auf dem Rhein in Rheinfelden die Schweizermeistschaft im Einzelfahren durchgeführt. Rund 430 Wasserfahrer aus 30 Vereinen kämpfen um die Spitzenzeiten. Fricktaler gehören zu den Favoriten.

Von Valentin Zumsteg

«Wir sind auf Kurs», erklärt Stefan Wartmann, Präsident des Rhein-Clubs Rheinfelden. Die Vorbereitungen für die Einzel-Schweizermeisterschaft im Wasserfahren, die am 29. und 30. August in Rheinfelden durchgeführt wird, laufen auf Hochtouren. Auch der Rhein scheint mitzuspielen. «Der Pegel ist tief. Es ist unwahrscheinlich, dass uns ein Hochwasser noch einen Strich durch die Rechnung macht. Probleme könnte es höchstens geben, wenn der Pegel weiter deutlich sinkt und es zu seicht wird», so Wartmann. Er geht aber davon aus, dass die Bedingungen gut sein werden.

«Unser Sport wird älter»

Knapp 430 Wasserfahrer – davon 18 Frauen – haben sich für die Schweizermeisterschaft im Einzelfahren angemeldet. «Das sind mehr als erwartet. Wir haben mit 350 gerechnet», erklärt Vizepräsident Rolf Häusler. Während die Kategorien Senioren und Veteranen seit Jahren grösser werden, sind die Zahlen bei den Aktiven, Junioren und Jungfahrer rückläufig. «Unser Sport wird älter. Das ist eine Entwicklung in der ganzen Schweiz», schildert Wartmann. Es sei schwierig geworden, den Nachwuchs für das Wasserfahren zu begeistern. «Die Schweizermeisterschaft in Rheinfelden soll ein gelungenes Fest für alle werden. Wir wollen damit auf unseren Sport aufmerksam machen und so den Nachwuchs für unseren Verein langfristig sichern», betont Wartmann.

Möhliner gehören zu den Favoriten

Sportlich setzt der Verein die Ziele für die Schweizermeisterschaft nicht zu hoch. «Bei der Vereinswertung ist ein Platz unter den ersten zehn das Minimalziel. Wenn wir Fünfte würden, wäre ich glücklich», so Wartmann. Als Favorit zählt gemäss Rolf Häusler der Wasserfahrverein Ryburg-Möhlin. Zudem zählt er die Möhliner Reto Wunderlin und Sven Weidmann in der Kategorie Senioren sowie Rolf Wunderlin und Thomas Hirter bei den Veteranen zu den Anwärtern auf einen Sieg im Einzelfahren.

Die Strecke, die gefahren werden muss, gilt als anspruchsvoll. Der Start ist in der Nähe des Pegelhäuschens; von dort geht es hinauf zum Depot des Rhein-Clubs. Der Zielbereich ist auf der Höhe des Stadtparks Ost (die NFZ berichtete).

Neben dem sportlichen Aspekt gehört auch der gemütliche Teil zum Anlass. Im Stadtpark Ost wird ein grosses Festzelt aufgestellt, wo am Samstag und Sonntag das «Duo Räbse» spielt. Im unteren Teil des Stadtparks, bei den Sitztreppen, lädt eine «Hafenkneipe» zum Verweilen ein. Von dort haben die Zuschauer freie Sicht auf den Rhein und die Wettkampfstrecke. Für den Rhein-Club als kleiner Verein mit nur etwas mehr als einem Dutzend Aktiven ist die Organisation dieses Anlasses eine Herkulesaufgabe. Die Organisatoren sind deshalb froh, dass sie bei der Festwirtschaft auf die Hilfe von Mitgliedern des FC Rheinfelden zählen können.

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