Drei Pflegeabteilungen stehen unter Quarantäne

Do, 24. Dez. 2020
Eine Pflegeabteilung mit 22 Betten musste wegen Personalmangel geschlossen werden. Foto: zVg

Die aktuelle Corona-Situation macht der Reha Rheinfelden stark zu schaffen. Drei Pflegeabteilungen sind aktuell unter Quarantäne, eine weitere Abteilung musste wegen Personalmangel geschlossen werden.

Valentin Zumsteg

Die Reha Rheinfelden läuft am Limit: «Neben den von auswärts zugewiesenen Covid-Patienten haben wir zurzeit auch eigene, während der Rehabilitation positiv getestete Patientinnen und Patienten, die wir isolieren mussten respektive deren Kontakte unter Quarantäne gesetzt werden mussten», erklären Chefarzt Thierry Ettlin und Matthias Mühlheim, administrativer Direktor. Vorsichtshalber seien drei Pflegeabteilungen bis am 3. Januar unter Quarantäne gesetzt worden.

Personal fällt aus
Auch das Personal ist betroffen: «Eine Pflegeabteilung mit 22 Betten mussten wir bis auf Weiteres schliessen – aufgrund von ausgefallenem Personal wegen Isolation und Quarantänen.» Als zusätzliche Schutzmassnahme gilt seit gut zehn Tagen wieder ein absolutes Besuchsverbot. Das Urlaubsverbot wurde nie gelockert, wie Mühlheim und Ettlin ausführen. «Die Situation ist – vor allem wegen der Ausfälle beim Personal – angespannt, aber unter Kontrolle», halten sie fest.

Die Reha hat aktuell eine Abteilung als Isolierstation eingerichtet. «Wenn es die Kapazitäten zulassen, übernehmen wir auch postakute Covid-Patienten von unseren hauptzuweisenden Akutspitälern», erklären Ettlin und Mühlheim. Insgesamt werden aktuell 26 Covid-Patienten betreut. Weiter sind sechs nicht mehr positive postakute Fälle in Behandlung.

Appell an die Bevölkerung
Mit einem Normalbetrieb rechnen Ettlin und Mühlheim nicht so schnell: «Solange wir die epidemiologische Lage in der Schweiz nicht besser in den Griff bekommen, wird kein Normalbetrieb möglich sein.» Finanziell wird dies zu spüren sein. «Die jetzige Situation wird sicher wirtschaftliche Auswirkungen haben, nicht nur für die Reha Rheinfelden, sondern für alle Kliniken und Spitäler.»

Zum Schluss äussern sich Thierry Ettlin und Matthias Mühlheim sehr deutlich: «Wir appellieren an die gesamte Bevölkerung, sich dringend an die Vorgaben und Massnahmen des Bundes und der Kantone zu halten. Das Gesundheitswesen im Kanton Aargau und in der Schweiz läuft sonst in kürzester Zeit in eine Überlastungssituation.»

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