«Das zeigt eine grosse Solidarität für die Schule»

Di, 24. Nov. 2020
Herbert Lützelschwab (Zweiter von links), Felix Wendelspiess (Dritter von links) und Kathrin Hasler übergeben 1877 Unterschriften an Oliver Kopp, stellvertretender Generalsekretär der Staatskanzlei des Kantons Aargau. Foto: Janine Tschopp

Ein Paket voller Petitionsbögen mit 1877 Unterschriften übergab Herbert Lützelschwab am Donnerstag an den Kanton Aargau. Der Wegenstetter Gemeindeammann Felix Wendelspiess und Grossrätin Kathrin Hasler aus Hellikon haben den Zeininger begleitet.

Janine Tschopp

Herbert Lützelschwab war erleichtert, als er das Paket mit den unterschriebenen Petitionsbögen übergeben konnte. Die Übergabe an den Kanton erfolgte am Donnerstagnachmittag, als Oliver Kopp, stellvertretender Generalsekretär, das Paket vor dem Regierungsgebäude in Aarau entgegennahm. 1877 Unterschriften waren es, die Lützelschwab in den letzten Wochen für den Erhalt des Oberstufenstandorts in Wegenstetten gesammelt hatte. Bei der Übergabe wurde er durch den Wegenstetter Gemeindeammann Felix Wendelspiess und Kathrin Hasler, Grossrätin aus Hellikon, begleitet.

Eine Lawine ausgelöst
«Das zeigt eine grosse Solidarität vom ganzen Tal für die Schule», meinte Kathrin Hasler zur Vielzahl an Unterschriften, die für die Petition zusammengekommen ist. Sie ziehe den Hut vor dem grossen politischen Engagement von Herbert Lützelschwab. «Er hat eine Lawine im Tal ausgelöst», betonte die Grossrätin. Ob diese Lawine den gewünschten Erfolg bringt, steht in den Sternen. Vor zehn Tagen nämlich teilte das Departement für Bildung, Kultur und Sport (BKS) mit, dass die Ausnahmebewilligung für die Weiterführung der Oberstufe in Wegenstetten nicht verlängert werde. Diese Verlängerung, welche jüngst durch die vier Talgemeinden (Wegenstetten, Hellikon, Zuzgen und Zeiningen) beim Kanton beantragt wurde, um einen möglichen Zusammenschluss mit der Kreisschule Gipf-Oberfrick aufzugleisen. Die angedachten Vertragsbedingungen sowie die aufgezeigte Ressourcenplanung seien ungenügend, begründete der Kanton. Der allerletzte Strohhalm ist nun noch eine gemeinsame Absichtserklärung aller acht beteiligten Gemeinden, das Thema nächsten Sommer ihrem Souverän vorzulegen. Diese Erklärung muss dem BKS bis spätestens 15. Dezember vorliegen (vergleiche NFZ vom 17. und 20.11.).

Schüleraustausch ausgeschlossen
Sieht Felix Wendelspiess noch Chancen? «Unsere Chance liegt nun darin, zu beweisen, dass wir mit unseren Ressourcen einen pädagogisch sinnvollen Schulbetrieb anbieten können. Wir sind überzeugt, dass das machbar ist.» Ein Schüleraustausch bei einem allfälligen Zusammenschluss mit der Kreisschule Gipf-Oberfrick ist für Wendelspiess nach wie vor ausgeschlossen.

Für eine Schliessung in Wegenstetten hätte Kathrin Hasler kein Verständnis: «Es funktioniert nicht, Schulraum zu schliessen, wenn es in Zukunft immer mehr Schüler gibt», sagte sie. Man hätte in Wegenstetten auch vorübergehend kein Problem mit der Schülerzahl gehabt, wenn die Schupfarter Kinder dort und nicht in Rheinfelden beschult würden. Auch Herbert Lützelschwab findet, dass vorübergehend zu kleine Schülerzahlen kein Argument für eine Schliessung sind und sagte: «Ich vermisse, dass man die Qualität gewichtet, wie sie an der Schule in Wegenstetten angeboten wird.»

Ob sich der Kampf um den Oberstufenstandort in Wegenstetten gelohnt hat, wird sich sehr bald zeigen.

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