Von Konfettiregen und wildem Narrentum

Di, 25. Feb. 2020
Ohne Konfettiregen ist es keine Fasnacht. Foto: Susanne Hörth

Ein kunterbuntes Wochenende in der Fasnachtshochburg Fricktal

Heisst das Spiel Fasnacht, so mischen die Fricktaler an vorderster Front mit. Wobei nicht siegen, sondern mitmachen und miterleben an erster Stelle steht. Dem ist das Fricktaler Narrenvolk vom dritten Faissen bis Sonntagabend zu Hauf nachgekommen.

Susanne Hörth

Den Laufenburgern ist am dritten Faissen bei strahlendem Sonnenschein und begleitet von Tausenden von Besuchern ein dicker Fisch ins Netz gegangen. Gleichentags, ein paar Stunden später haben die Rheinfelder Frau Fasnacht am Obertor hochgezogen. Auch in diversen anderen Fricktaler Gemeinden wurde der Start in ein närrisches Wochenende laut-fröhlich zelebriert. Schlag auf Schlag ging es dann weiter. Wobei Schlag auch auf die vielen Guggenmusiken zutrifft, die von Auftritt zu Auftritt, von Festival zu Festival in der Region unterwegs waren. Sie sorgten dafür, dass kein Fuss auf dem Boden blieb und das Publikum mehr oder weniger im Takt mithüpfte.

Im Gleichschritt
Auf den Takt, v ielmehr auf den Gleichschritt kam es dann bei den Umzügen an. In Rheinfelden und Laufenburg haben die vielen Umzugsteilnehmer dabei sogar die Landesgrenzen überwunden. Kein Problem. Denn das alemannische Narri-Narro wird hüben wie drüben gleichermassen gut verstanden. Grenzen kannte man beim närrisch-fröhlichen Tun aber auch in den anderen Fricktaler Hochburgen nicht. So wurde am grossen Umzug in Möhlin-Ryburg (dieser wird übrigens heute Dienstag um 14 Uhr nochmals wiederholt) mit den Sujetwagen das eine oder andere Geschehen auf die Schippe genommen. In etwas kleinerer Ausgabe auch an der Chaischter Strossefasnacht.

Schnitzelchen in Papier und in Wort
Zur gepflegten Fasnachtstradition gehört selbstverständlich auch das Aufgreifen von Dorf- und Weltereignissen. Die kleinen und grossen Begebenheiten werden von den Schnitzelbankgruppen genaustens unter die Lupe genommen und mit spitzer, manchmal bitterböse Zunge kommentiert.

Sämtliche Anlässe sind stets begleitet von tonnenweise Konfettiregen. So manches dieser kleinen bunten Papierfötzelchen wird uns noch an die Fasnacht erinnern, wenn diese längst vorbei und dem Normalzustand Platz gemacht hat. Noch herrscht aber der Ausnahmezustand. Die Macht gehört bis Aschermittwoch den Narren. Diverse Anlässe stehen noch auf dem Programm. So auch das Versüssen des Fasnachtsendes mit den Narrenlaufen in Laufenburg und Kaisten um je 14.30 Uhr am heutigen Dienstagnachmittag. Ruhe kehrt spätestens dann wieder ein, wenn der letzte Böög verbrannt und die ärgsten Fasnachtsgeister wieder in ihre Verliese zurückverbannt sind.

Mehr Fasnacht im Innenteil und auf www.nfz.ch

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