Gülle verunreinigte das Möhliner Trinkwasser

| Do, 26. Mai. 2016

Mittlerweile ist geklärt, weshalb jüngst das Möhliner Trinkwasser nach Gülle gerochen hatte: weil es eben Gülle war. Jetzt sollen zusätzliche Sicherheitsmassnahmen ergriffen werden.

Von Ronny Wittenwiler

Angefangen hatte alles am 13. Mai. Nach sofortigen Spülungen im Leitungsnetz, die erste Mitteilung auf der Webseite der Gemeinde Möhlin. «Seit heute Morgen wurde im Trinkwasser des oberen Dorfteils von Möhlin eine geschmackliche Veränderung (Güllegeruch) festgestellt.» Getroffene Massnahmen wurden erläutert, und man habe das Amt für Verbraucherschutz umgehend informiert. Zudem: «Erste Abklärungen haben ergeben, dass die Beeinträchtigung von einer Quellgruppe ausgeht.» Auch die weitere Entwicklung dokumentierte die Gemeinde auf ihrer Webseite: zuerst am 14. Mai, dann am 17. Mai.
 

Gülle geriet in Quellfassung
Mittlerweile ist klar, weshalb es im Trinkwasser vorübergehend nach Gülle gerochen hatte: weil es eben auch Gülle war. Und wie bei den drei vorangegangenen Mitteilungen wurde diesbezüglich die Online-Bevölkerung exklusiv auf dem Laufenden gehalten. Dazu der Schlussbericht: «Verursacht wurde die Kontamination des Trinkwassers durch die ausserordentliche Wetterlage mit äusserst ergiebigen Niederschlägen vom Donnerstag/Freitag 12./13. Mai. Dabei ist ordnungsgemäss ausgebrachte ‹Gülle› durch Verschwemmung in eine Quellfassung gelangt.»

In derselben Mitteilung wurde vermeldet, dass die Trinkwasserqualität mit den «getroffenen zusätzlichen Absicherungsmassnahmen und insbesondere mit den Spülmassnahmen vollständig wiederhergestellt werden konnte.» Die kurzfristig erfolgten Sofortmassnahmen seien nun abgeschlossen. Auch stand Folgendes in dieser Mitteilung, und das klingt wie die gute Nachricht: Nun würden Massnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Absicherung gegen solche Verunreinigungsereignisse ergriffen. «Es findet eine Überprüfung der Quellfassungsanlagen statt und vor der Sicherheitsdesinfektion des Quellwassers wird eine Trübungsüberwachung installiert.» Dadurch werde der Schutz vor erneuter Trinkwasserverunreinigung mit ähnlichen Hergang – lässt man abschliessend verlauten – gegenüber dem heutigen Absicherungsniveau nochmals deutlich verbessert.
 

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