Brunnensingen ist ein Kulturerbe

| Do, 22. Dez. 2011

Das Brunnensingen der Sebastianibruderschaft in Rheinfelden hat es auf die Liste der «lebendigen Traditionen in der Schweiz» geschafft. Ebenso der San Giuseppe-Tag in Laufenburg.

Jeweils an Heiligabend und an Silvester ziehen die zwölf Sebastianibrüder durch die verdunkelte Altstadt von Rheinfelden  und singen an sechs Brunnen ihr traditionelles Lied. Gegründet wurde die Bruderschaft 1541 in schwerer Pestzeit. Seither wird die Tradition gepflegt und der heilige Sebastian um seinen Segen gebeten. Dieser Brauch hat es im Oktober auf die Liste der «lebendigen Traditionen in der Schweiz» geschafft, welche das Bundesamt für Kultur zusammen mit den Kantonen erstellt. Insgesamt 167 Traditionen sind auf der Liste verzeichnet, rund ein Dutzend stammen aus dem Kanton Aargau. Neben dem Rheinfelder Brunnensingen gehört auch der San Giuseppe-Tag in Laufenburg dazu.
Die Schweiz verpflichtete sich 2008 mit dem Beitritt zur «UNESCO-Konvention zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes», ein Inventar  zu erstellen. Die «Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz» ist eine Voraussetzung für die Nominierung von lebendigen Traditionen für die internationalen UNESCO-Listen des immateriellen Kulturerbes. Karin Janz, Projektleiterin für die Kantone Aargau und Solothurn, geht davon aus, dass weniger als zehn Traditionen aus der Schweiz auf die UNESCO-Listen aufgenommen werden.

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