Der Jodlerklub Laufenburg-Rheinfelden lud zur Jubiläumsfeier
1925 wurden in Rheinfelden die Wurzeln gelegt. Nun feierte der Jodlerklub Laufenburg-Rheinfelden seinen 100. Geburtstag mit einem gelungenen Unterhaltungsabend in Gansingen. Die Freude am gemeinsamen Singen, die Leidenschaft ...
Der Jodlerklub Laufenburg-Rheinfelden lud zur Jubiläumsfeier
1925 wurden in Rheinfelden die Wurzeln gelegt. Nun feierte der Jodlerklub Laufenburg-Rheinfelden seinen 100. Geburtstag mit einem gelungenen Unterhaltungsabend in Gansingen. Die Freude am gemeinsamen Singen, die Leidenschaft für den Jodelgesang und die gelebte Tradition waren in der ganzen Halle eindrücklich spürbar.
Ludwig Dünner
In der nahezu ausverkauften Mehrzweckhalle in Gansingen erlebte das Publikum einen abwechslungsreichen Jodlerabend, der von Beginn an in seinen Bann zog. «Jodeln ist mehr als nur ein Ruf oder ein Jutz über die Berge. Jodeln ist gelebte, echte Schweizer Tradition», hiess es zu Beginn. Diese Leidenschaft zeigte bereits das mit viel Liebe zum Detail gestaltete Bühnenbild: Wasenturm und Storchennestturm standen für Laufenburg und Rheinfelden. Ein antiker Küchentisch mit Bank, Blumen, viel Grün und herbstlicher Dekoration verliehen der Halle Charme und liessen die Herzlichkeit der Jodler schon beim Eintreten spürbar werden.
Aus zwei Städten wächst eine starke Gemeinschaft
Roland Obrist, während zwölf Jahren Präsident des Jodlerklubs, hielt die Festrede zum 100-jährigen Bestehen und blickte auf eine bewegte Vereinsgeschichte zurück. Heimweh-Berner gründeten 1925 in Rheinfelden und zehn Jahre später in Laufenburg je ein Jodlerchörli. Kameradschaft und Treue hielten beide Vereine trotz anfänglicher Schwierigkeiten und auch während der Kriegsjahre zusammen, als kein normaler Probebetrieb möglich war. Gerade in diesen schwierigen Zeiten erwies sich der starke Zusammenhalt als tragende Kraft. «In den beiden Städten Laufenburg und Rheinfelden wurde das kulturelle Leben durch unsere Vereine immer aktiv mitgestaltet und mitgeprägt», sagte Obrist. Um die Jahrtausendwende kämpften beide Vereine mit sinkenden Mitgliederzahlen. Ab 2004 gingen sie gemeinsame Wege, 2011 folgte die Fusion zum heutigen Jodlerklub Laufenburg-Rheinfelden. «Heute steht der Klub auf gesunden Füssen, und wir dürfen die schöne Tradition weiterleben und weitergeben», schloss Roland Obrist die Würdigung zum Jubiläum
Ein Jubiläumsabend voller Klang und Herzblut
Nachdem das Trio «Goudbach-Giele» das Publikum musikalisch eingestimmt hatte, präsentierte der Jodlerklub Laufenburg-Rheinfelden das Stück «Jodlerobe hemmer hüüt». Dabei stiessen die Sängerinnen und Sänger auf ihren 100. Geburtstag an. Nach der Begrüssung durch Co-Präsident Hanspeter Steinacher folgte «Frühligstrahle», das der Klub in diesem Jahr am Eidgenössischen Jodlerfest in Basel vorgetragen hatte. Die beiden Nidwaldnerinnen, die «Schüpferi Meitli», begeisterten in beiden Programmteilen in Begleitung eines Akkordeons mit Jodel und Gesang auf höchstem Niveau. Das Jodlerchörli «Hüsliberg» aus Ebnatt Kappel überzeugte mit der Kraft des Naturjodels und seinen Stegreif liedern.
Als Überraschung überreichten sie dem Jodlerklub Laufenburg-Rheinfelden zum Jubiläum einen Käse aus dem Appenzellerland. Monika Koch, Präsidentin des Nordwestschweizerischen Jodlerverbands, überbrachte die besten Wünsche des Verbands zum Jubiläum. Ebenfalls überbrachte sie die besten Wüsche des Eidgenössischen Jodlerverbands. Sie durfte den beiden Co-Präsidenten Spenden für neue Partituren überreichen. Nach den Dankesworten von Co-Präsidentin Corinne Sibold verabschiedete sich der Klub mit dem bekannten Lied «En gschenkte Tag» und lud das Publikum zum Mitsingen ein. So endete ein rundum gelungener Jodlerabend, an dem Leidenschaft und gelebte Tradition deutlich zu spüren waren. Dass die Mitwirkenden diese Tradition mit Herzblut leben, zeigte sich auch danach: Die Gastformationen sangen auf der Bühne und in der Halle weiter – Jodeln verbindet Menschen und schafft Gemeinschaft.