«Das Holen und Bringen von Kindern per Auto birgt keine Vorteile. Gönnen Sie den Kindern das Erlebnis des Schulwegs», schrieb der Fricker Gemeinderat im Januar an die Adresse der Eltern. Jetzt untermauert er diese Forderung mit baulichen Massnahmen.
Simone Rufli
«Wenn immer ...
«Das Holen und Bringen von Kindern per Auto birgt keine Vorteile. Gönnen Sie den Kindern das Erlebnis des Schulwegs», schrieb der Fricker Gemeinderat im Januar an die Adresse der Eltern. Jetzt untermauert er diese Forderung mit baulichen Massnahmen.
Simone Rufli
«Wenn immer mehr Eltern ihre Kinder mit dem Auto direkt zur Schule bringen und von dort abholen, führt das teilweise zu gefährlichen Situationen im Kontakt mit Kindern, die gleichzeitig zu Fuss unterwegs sind oder mit dem Velo oder dem Trottinett zur Schule fahren», stellte der Gemeinderat vor bald eineinhalb Jahren schon fest. Und er betonte: «Das Schulareal soll den Kindern als Pausenplatz und sicherer Weg von und zu den Schulhäusern dienen.»
Seither gab es zwei Versuche, einen sicheren Zustand zu erreichen. Versuch Nummer eins lief von Anfang Februar bis Anfang April 2025. Damals wurden die Autos den Platanen entlang auf einer vom Pausenplatz getrennten Fahrbahn aufs Schulareal gelenkt, wo ein sicheres Ein- und Aussteigenlassen möglich war, das Parkieren aber verboten wurde. Der zweite Versuch startete am 11. August und lief bis zum 20. Dezember 2025, wobei die Zufahrt zum Schulareal während der Schulzeit komplett gesperrt wurde. Erlaubt war in diesem zweiten Versuch lediglich das Ein- und Aussteigenlassen beim Wendeplatz vorne an der Schulstrasse.
Die gewonnen Erkenntnisse aus beiden Versuchen wurden von einem Gremium bestehend aus Schulgemeinderätin, Schulleitung, Regionalpolizei und leitendem Hauswart der Schule Dorf ausgewertet. Klarer Sieger im Praxistest war Variante eins mit dem unterteilten Schulhausplatz. Nicht zuletzt deshalb, weil es bei der Variante «Sperrung» zu Ausweichverkehr mit nicht minder gefährlichen Situationen gekommen war.
Der Gemeinderat entschied deshalb, das Verkehrsregime mit der getrennten Fahrbahn auf dem Pausenplatz (Versuch eins) definitiv und mit baulichen Massnahmen einzuführen. Weil dazu ein Baugesuch nötig ist, wurde provisorisch ein Überbrückungsbetrieb eingeführt. Dieser läuft seit Januar 2026 und noch bis zu den Sommerferien Anfang Juli.
Umsetzung in den Sommerferien
Vom 30. Mai bis zum 29. Juni liegt nun das Baugesuch für die definitiven baulichen Massnahmen öffentlich auf. «Kommt es zu keinen Einwendungen, werden die Arbeiten in den Sommerferien umgesetzt», erklärt Bauverwalter Marcel Herzog auf Anfrage der NFZ. Die Baukosten belaufen sich auf 28 000 Franken, darin enthalten sind Bodenmarkierungen, zehn Absperrpfosten, neun Betonelemente – fünf davon mit Holzsitzfläche – und das Abschneiden des Randsteines beim Wendeplatz. Marcel Herzog: «Es ist der Wunsch der Stützpunktfeuerwehr, dass sie direkt von der Strasse zu den Schulhäusern fahren kann und nicht entlang der Platanen. Mit Schlüsseln für die Absperrpfosten stellen wir sicher, dass nur die Feuerwehr diesen direkten Weg befahren kann.»
Ausserhalb der Schulzeit werden die übrigen Pfosten entfernt, die den Platz unterteilen, so dass wie gewohnt auf dem ganzen Areal parkiert werden kann. Weiterhin möglich bleibe auch die Nutzung des Platzes für Feste. «Dann können auch die Betonelemente in Richtung Jakob Müller-Halle verschoben werden», so Marcel Herzog.