Im Juni 2022 starteten Wölflinswil und Oberhof den Fusionsprozess. Zwei Jahre später geriet das während Jahrzehnten erfolgreiche Gefüge ins Wanken. Der Blick zurück auf die wichtigsten Ereignisse.
Simone Rufli
Am 9. Juni 2024 sagte Oberhof mit 153 Ja gegen 130 Nein und einer ...
Im Juni 2022 starteten Wölflinswil und Oberhof den Fusionsprozess. Zwei Jahre später geriet das während Jahrzehnten erfolgreiche Gefüge ins Wanken. Der Blick zurück auf die wichtigsten Ereignisse.
Simone Rufli
Am 9. Juni 2024 sagte Oberhof mit 153 Ja gegen 130 Nein und einer Stimmbeteiligung von 67,6 % in der obligatorischen Referendumsabstimmung Ja zur Fusion mit der Nachbargemeinde. Wölflinswil sagte Nein (220 Ja gegen 318 Nein, Stimmbeteiligung 69,8 %). Damit war die Fusion vom Tisch, die beiden Gemeinden bleiben eigenständig.
Am 28. November 2024 hat der Gemeinderat von Oberhof von der Gemeindeversammlung den Auftrag erhalten (Überweisungsantrag), «die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wölflinswil auf Augenhöhe, in der jahrzehntelangen Tradition und nach demokratischen Grundsätzen fortzuführen und, falls dies nicht zu einem positiven Ergebnis für beide Gemeinden führt, andere Optionen zu prüfen».
Ein halbes Jahr später, am 25. Juni 2025, stimmte die Gemeindeversammlung in Wölf linswil dem Antrag ihres Gemeinderats zu und kündigte mit 60 Ja zu 10 Nein den Gemeinschaftsverwaltungs-Vertrag aus dem Jahr 1990 per 31.12.2027. Auch dieser Antrag beinhaltete den Zusatz, einen neuen Vertrag auszuhandeln.
Die Zeit verstrich, ein gemeinsamer Nenner konnte nicht gefunden werden – warum nicht, darüber gehen die Meinungen in den beiden Gemeinderäten stark auseinander. Stattdessen präsentierte der Gemeinderat von Wölflinswil an der Gemeindeversammlung vom letzten Mittwoch, 24. Juni 2026, eine neue, von Oberhof losgelöste Verwaltungsstruktur, die «Verwaltung Wölflinswil 2028» mit 260 Stellenprozenten, gültig ab dem 1.1.2028 (die NFZ berichtete). Der gemeinderätliche Antrag wurde überaus deutlich angenommen mit 89 Ja zu 11. Vom Wölflinswiler Gemeinderat wurde betont: Die Türe für Oberhof bleibt offen, vorausgesetzt, Oberhof akzeptiert die Führungsrolle von Wölflinswil sowie einen angepassten Kostenteiler.