Interessen der Wildtiere und Gravel-Biker unter einen Hut gebracht
Gravel-Biken bedeutet Freiheit, Natur und Abenteuer. Damit dieses Naturerlebnis auch für die Tierwelt erhalten bleibt, wurde die Strecke des «velotari Jurapark Gravel Vibes» vom 29. August nicht nur nach sportlichen ...
Interessen der Wildtiere und Gravel-Biker unter einen Hut gebracht
Gravel-Biken bedeutet Freiheit, Natur und Abenteuer. Damit dieses Naturerlebnis auch für die Tierwelt erhalten bleibt, wurde die Strecke des «velotari Jurapark Gravel Vibes» vom 29. August nicht nur nach sportlichen Gesichtspunkten geplant. Die Streckenführung wurde zusammen mit der Jägerschaft des Jagdreviers Kästal geplant.
Bereits während der ersten Planungsphase des «velotari Jurapark Gravel Vibes» stand fest: Die schönsten Wege sind nicht automatisch die besten Wege. Deshalb suchte Streckenchef David Held frühzeitig das Gespräch mit der Jägerschaft des Jagdreviers Kästal, mit der die Zusammenarbeit und der Austausch besonders gut funktioniert. Mit Peter Schori, langjährigem Jäger und hervorragendem Kenner des lokalen Wildtierbestands, wurde die Strecke im Bereich seines Jagdreviers Abschnitt für Abschnitt analysiert. Gemeinsam wurden Karten studiert, Wegvarianten diskutiert und mehrere Begehungen sowie Befahrungen durchgeführt. Dabei standen Fragen im Mittelpunkt der wichtigen Rückzugsgebiete des Wildes, besonders gut geeignete Wege, ohne die Tiere unnötig zu beunruhigen und wo kleine Streckenänderungen eine grosse Wirkung erzielen können.
Lokales Wissen ist unersetzlich
Während digitale Karten, Höhenprofile und GPS-Daten heute eine Streckenplanung erleichtern, können sie eines nicht ersetzen: die Erfahrung der Menschen, die täglich im Wald unterwegs sind. Peter Schori kennt sein Jagdrevier seit vielen Jahren. Dieses Wissen floss direkt in die Planung ein. Auf dieser Grundlage wurden einzelne Streckenabschnitte angepasst oder leicht verschoben. Das Ziel war nicht, möglichst viele Waldkilometer einzubauen, sondern die vorhandenen Wege möglichst naturverträglich zu nutzen.
Für Streckenchef David Held ist Nachhaltigkeit längst ein Bestandteil moderner Eventorganisation. Die enge Zusammenarbeit mit der Jägerschaft zeigt, dass Naturschutz und Outdoor-Sport keine Gegensätze sein müssen. Vielmehr entstehen durch den gegenseitigen Austausch Lösungen, welche beide Seiten berücksichtigen. Der «velotari Jurapark Gravel-Vibes» versteht sich nicht nur als sportlicher Anlass, sondern auch als Botschafter für einen respektvollen Umgang mit der Natur und arbeitet diesbezüglich auch mit dem Jurapark Aargau zusammen. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen der lokalen Jägerschaft, insbesondere jener des Jagdreviers Kästal, und dem Organisationsteam zeigt, wie durch gegenseitiges Vertrauen und den offenen Austausch von Wissen Lösungen entstehen, die weit über den eigentlichen Event hinaus Wirkung entfalten. Die Natur ist der schönste Teil jeder Gravel-Strecke. Sie verdient deshalb nicht nur Bewunderung – sondern auch Rücksicht.
(mgt)