Im vierten Heimspiel konnten die Möhliner immer wieder Akzente setzen, blieben aber nicht vor Eigenfehlern verschont. Bereits zur Pause lag der aktuell Tabellenzweite Gossau leicht vorne. Bester Möhliner Schütze vor 250 Zuschauenden war Ardin Berisha mit acht Treffern, für die Gäste traf ...
Im vierten Heimspiel konnten die Möhliner immer wieder Akzente setzen, blieben aber nicht vor Eigenfehlern verschont. Bereits zur Pause lag der aktuell Tabellenzweite Gossau leicht vorne. Bester Möhliner Schütze vor 250 Zuschauenden war Ardin Berisha mit acht Treffern, für die Gäste traf Bujar Ramosaj zehnmal.
Christine Steck
Nach sieben Minuten führte Möhlin mit drei Treffern (7:4), wenig später glänzte Jan Waldmeier von aussen mit einem herrlichen umjubelten Dreher zum 8:5. Ein paar Zeigerumdrehungen später herrschte wieder Gleichstand. Die doppelte Unterzahl, Jan Lüthy und Nerdin Vunic sassen fast zeitgleich auf der Bank, nutzte der Flügel der Gäste, Leon Schurter, zweimal erfolgreich. Und es folgte gar der nächste Treffer durch Bujar Ramosaj zur erstmaligen Führung für Gossau. Möhlins Ardin Berisha erzielte danach den erneuten Ausgleich zum 10:10 (17.). Drenit Tahirukaj tankte sich durch, erhöhte wieder und ein bitterer Möhliner Ballverlust ermöglichte auf der Gegnerseite die erstmalige Zwei-Tore-Führung (18.). Die Mannschaft von Trainer Zoltan Majeri hielt aber mit dem Anschlusstreffer des späteren Topscorers Berisha dagegen und blieb auch vom Siebenmeter makellos. Das Spiel blieb schnell, auch wild und unübersichtlich, sodass Majeri den Buzzer drücken musste (23.). Die Auszeit fruchtete, seine Männer verkürzten durch Berisha und Sadok Ben Romdhane zum 15:16 (25.), später zum 16:17 (26.). Eine Doppelparade des gegnerischen Keepers, wo auch ein bisschen Pech im Spiel war, verhinderte einen möglichen Ausgleich. Aber im Gegenzug wehrte auch Robin Santeler den Ball gegen Drilon Tahirukaj ab, sodass der Gossaus Daniel Stahl seine Leute an die Seitenlinie beorderte (26.). Es blieb umkämpft, spielerisch variantenreich und Waldmeiers Treffer zum 17:18 zweieinhalb Minuten vor der Pause machte Mut auf mehr, aber die Gäste blieben am Drücker und gingen mit einer 21:19-Führung in die Pause.
Partie lange offen und umkämpft
Die zweite Halbzeit begann mit einem tollen Leger von Jan Waldmeier und einem Tor von Berisha. Kurz danach zeigte Keeper Santeler eine Monsterparade gegen den 1.98m-Hünen Bujar Ramosaj (21:22, 33.). Den Siebenmeter verwandelte Ardin Berisha makellos und es herrschte wieder Gleichstand (34.). Möhlin legte nun seinerseits vor, konnte aber nicht wegziehen, weil sich mehrere Eigenfehler bemerkbar machten. Die Gäste lauerten auf jeden Ball und münzten ihre Chancen zu Torerfolgen um. Eine weitere Zeitstrafe gegen Finn Kreuzer in der 47. Minute nutzte Gossau für die nächsten beiden Treffer, dann erwischte es auch Gossaus Valon Dedaj. Möhlin lag nur einen Treffer zurück. Der Siebenmeter von Ardin Berisha blieb beim gleichnamigen Torhüter Haris Berisha hängen und auch vom Flügel prallte der Ball am kosovarischen Keeper ab. Dazwischen erfolgte der Zähler von Gossau, die nun 31:29 führten. Aber das Heimteam gab nicht auf, kämpfte weiter. Ein unermüdlicher Sadok Ben Romdhane, aber auch Finn Kreuzer machten die nächsten Treffer und stellten auf 31:32 (52.). Unglücklich danach die Zweiminuten-Strafe gegen Fabian Ceppi und schon legte Gossau wieder vor. Weil nun erneut fehlerhafte Minuten folgten, bauten die Gäste ihren Vorsprung aus (56.). Möhlin konnte in der Folge nur noch Resultatkosmetik betreiben und auf den Schlussstand von 34:36 stellen.
Möhlin mit: Santeler (13/46, 29%) Roth; Ceppi, Vunic (2), Wunderlin, Soder, Kreuzer (7), Ben Romdhane (7), Lindner, Giezeman (4), Berisha (8), Lüthy, Waldmeier (6).