Fricktaler Weinfreunde auf kulinarischer Entdeckungsreise
Das Wine & Dine der Fricktaler Weinfreundinnen und Weinfreunde fand Anfang September im Gesundheitszentrum Fricktal in Laufenburg statt. Die südfranzösischen Weine passten wunderbar zum Abschluss des heissen und ...
Fricktaler Weinfreunde auf kulinarischer Entdeckungsreise
Das Wine & Dine der Fricktaler Weinfreundinnen und Weinfreunde fand Anfang September im Gesundheitszentrum Fricktal in Laufenburg statt. Die südfranzösischen Weine passten wunderbar zum Abschluss des heissen und trockenen Sommers, begleitet von einem feinen französischen Menü.
Südfrankreich verbindet man mit einer glitzernden Mittelmeerküste, charmanten Dörfern und einem weiten Hinterland mit wunderschönen Landschaften. Dies und das einzigartige Sonnenlicht haben schon im 19. Jahrhundert viele Künstler angezogen. Und natürlich spielen Reben und Wein seit der Römerzeit in Südfrankreich eine wichtige Rolle. Am Wine & Dine ging die Reise für die über 60 Teilnehmenden in die Regionen Languedoc, Roussillon und die Provence. Andrea Wunderlin, Önologin FH, die zusammen mit Ehemann Gerhard Wunderlin einen Weinbaubetrieb in Zeiningen führt, überzeugte die Teilnehmenden mit profunder Fachkenntnis und brachte ihnen Südfrankreich und seine Weine auf sympathische Weise näher.
Vier Gänge, dazu passende Weine
Zu Beginn eine wunderbare Vorspeise. Gebratene Jakobsmuscheln auf Champagnerrisotto mit Hummersauce und einer mit Ziegenfrischkäse gefüllten Zucchiniblüte. Herrlich dazu die beiden Weine aus der Traubensorte Picpoul Blanc. Ein Extra Brut der Familie Guibert und ein fruchtiger Weisswein der Domaine Jourdan, nahe am Meer gelegen bei Sète. Zur zweiten Vorspeise, eine Melonen-Mangokaltschale mit Zitronenmelisse, ein Weisswein mit dem schönen Namen «les Neiges de l’Agly» aus den Traubensorten Viognier und Vermentino. Er vermochte die Süsse der Speise gut abzupuffern.
Danach eine Zwischenserie mit zwei Rotweinen aus der AOC Faugères und der AOC Minervois. Der Saint Antonin Lou Cazalet 2023 zeigte sich würzig und mineralisch.
Der La Nine 2024 der Domaine Senat, ein noch junger und ungestümer Wein mit etwas Kohlensäure, gekeltert aus den Traubensorten Carignan, Grenache und Syrah. Südfrankreich, so Andrea Wunderlin, galt lange als Massenweinproduzent. Heute gibt es sehr viele Familienbetriebe aber auch Investoren, die Weingüter mit hohem Qualitätsstandard betreiben. Das sonnige und trockene Klima begünstigt den biologischen Weinbau, der weit verbreitet ist.
Der Hauptgang mundete vorzüglich. Rosa Entenbrust mit Feigen-Rotweinjus, einem ausgezeichneten Kartoffelgratin und provenzalischem Gemüse. Dazu passend der Terre de Jonquières 2022 aus dem Hinterland von Montpellier, kräftig und nachhaltig, erinnert an die Garrigue Landschaft mit ihren mediterranen Kräutern. Der 2021 Contrechamps der Domaine La Bastide Blanche stammt aus einer der besten Rotweinregionen Frankreichs, dem Bandol. 90 % Mourvèdre und 10 % Grenache, 19 Monate ausgebaut im Barrique, ergeben einen vollmundigen und kräftigen Wein. Er steht am Anfang seiner Trinkreife und wird noch lange Freude bereiten.
Ein köstlicher Dessertteller zum Abschluss und ein herrlich gereifter Süsswein mit Jahrgang 2001 aus der AOC Rivesaltes schlossen den tollen Südfrankreichabend ab. (mgt)