Der Wegenstetter gehört zu den besten Keglern im Land
Zum 71. Mal führt die Schweizerische Freie Keglervereinigung (SFKV) ihren wichtigsten jährlichen Anlass auf nationaler Ebene durch. Nik Wendelspiess aus Wegenstetten sowie sein Kegelklub Rot-Weiss 1 aus Möhlin haben ...
Der Wegenstetter gehört zu den besten Keglern im Land
Zum 71. Mal führt die Schweizerische Freie Keglervereinigung (SFKV) ihren wichtigsten jährlichen Anlass auf nationaler Ebene durch. Nik Wendelspiess aus Wegenstetten sowie sein Kegelklub Rot-Weiss 1 aus Möhlin haben gute Aussichten auf einen vorderen Rang in der Kategorie A.
Einzelkämpfende und Kegelklubs der Schweizerischen Freien Keglervereinigung bereiten sich auf die 71. Schweizermeisterschaft in Heimberg vor. Die Wettkämpfe im Kegelsportzentrum Rössli starten am 29. August mit einer Eröffnungsfeier und dem traditionellen Kantone-Wettkampf. Die eigentliche Meisterschaft dauert von 30. August bis 26. September.
Nik Wendelspiess aus Wegenstetten zählt zu den Hoffnungsträgern des SFKV-Unterverbandes Fricktal. Letztes Jahr belegte er sowohl nach dem Meisterschafts-Wettkampf als auch am Ende des Finaltages den undankbaren vierten Rang. Ob er es dieses Jahr aufs Podest schafft? Als Rot-Weiss-1-Mitglied hingegen verhalf er seinem Kegelklub zum Schweizermeistertitel. Rot-Weiss 1 gewann die Schweizermeisterschaft der A-Klubs zum zweiten Mal in Folge.
Der Kegelsport am Wendepunkt
«Die Schweizermeisterschaft 2026 stellt das Highlight einer traditionellen Sportart in einer bewegten Zeit dar», betont Mario Schmid vom SFKV-Zentralvorstand. «Wirkten noch vor zwanzig Jahren rund 3000 Keglerinnen und Kegler an einer Schweizermeisterschaft mit, sind es heute nur mehr um die 700.» Parallel dazu sei die Zahl der Kegelbahnen in der Schweiz von ungefähr 300 auf zirka 100 gesunken. Die Schliessungen der Kegelbahnen seien hauptsächlich auf fehlende wirtschaftliche Synergien zwischen Gastronomie und Kegelsport zurückzuführen. «Damit steht der Schweizer Kegelsport vor grossen strukturellen Herausforderungen.» Aktuell zähle der Verband rund 1000 lizenzierte Keglerinnen und Kegler, deren Durchschnittsalter geschätzte 66 Jahre betrage. Es fehle an Nachwuchskeglerinnen und -keglern, weil deren Förderung zu wenig breit abgestützt sei. «Gerade in dieser Situation kommt der Schweizermeisterschaft 2026 eine besondere Bedeutung zu», so Schmid. «Sie bildet den sportlichen Höhepunkt des Jahres und zeigt eindrücklich, dass der Kegelsport trotz aller Herausforderungen lebt, Emotionen weckt und Generationen verbindet.» Die aktuelle Entwicklung sei dabei nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch Ausdruck eines gesellschaftlichen Wandels. «Traditionelle Vereinsstrukturen verändern sich, Begegnungsorte verschwinden, und das Freizeitverhalten jüngerer Generationen wandelt sich spürbar. Die Schweizermeisterschaft 2026 versteht sich deshalb bewusst als Standortbestimmung einer traditionsreichen Schweizer Sportart – und zugleich als Plattform für einen Neuanfang. Unser Ziel ist es, neue Zielgruppen anzusprechen und insbesondere jüngere Menschen für den Kegelsport zu gewinnen.» (mgt/nfz)
www.sfkv.ch