Die Bevölkerung kann mithelfen, die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse einzudämmen. In Rheinfelden wird am 13. Mai ein Infoanlass für alle Interessierten durchgeführt.
Valentin Zumsteg
Letztes Jahr war bereits sehr intensiv in Sachen Asiatischer Hornisse. Im ...
Die Bevölkerung kann mithelfen, die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse einzudämmen. In Rheinfelden wird am 13. Mai ein Infoanlass für alle Interessierten durchgeführt.
Valentin Zumsteg
Letztes Jahr war bereits sehr intensiv in Sachen Asiatischer Hornisse. Im Fricktal wurden insgesamt sieben Primär- und 33 Sekundärnester dieser invasiven Art, welche eine grosse Gefahr für die einheimischen Bienen darstellt, entdeckt. Allein in Rheinfelden waren es zehn Nester. «Wir erwarten in diesem Jahr ein Vielfaches davon», sagt Anna Tina Heuss. Sie ist Vorstandsmitglied des Imkervereins Rheinfelden und dort zuständig für das Thema Asiatische Hornisse.
Erste Nester entdeckt
Die jüngsten Entwicklungen geben ihr recht. In den letzten Tagen ist ein erstes Primärnest an der Roberstenstrasse entdeckt worden. Es konnte unschädlich gemacht werden. An der Salinenstrasse ist ebenfalls ein Primärnest gefunden worden. An anderen Orten gibt es Verdachtsfälle. «Je mehr Primärnester entfernt werden, desto besser», betont Anna Tina Heuss. Dies ist deutlich einfacher zu bewerkstelligen als die Entfernung von Sekundärnestern, die häufig in Baumkronen zu finden sind.
Im vergangenen Jahr habe die Asiatische Hornisse im Vereinsgebiet zu einigen Verlusten von Bienen geführt. Wenn jetzt nichts unternommen werde, dann «fliegt uns das Thema um die Ohren», warnt Heuss. Dabei gehe es nicht nur um den Schutz der Bienen, sondern um die ganze Biodiversität. «Ein Volk der Asiatischen Hornisse vernichtet rund zehn Kilogramm Biomasse», schildert Heuss.
Info im Rathauskeller
Die Insektenvernichter verbreiten sich schnell. Zurückdrängen lassen sich die Eindringlinge nicht mehr, aber die Ausbreitung soll gebremst werden. Um dies zu erreichen, ist die Bevölkerung gefragt. Konkret werden Personen gesucht, die beim sogenannten Triangulieren helfen. Das tönt komplizierter, als es ist. Es geht darum, bei einer Sichtung der Asiatischen Hornissen zu beobachten, in welche Richtung sie davonfliegen und dies zu melden. Je mehr Sichtungen eingehen, desto besser können die Nester lokalisiert werden, die sie anfliegen.
Am Mittwoch, 13. Mai, um 18 Uhr, wird im Rheinfelder Rathauskeller eine Infoveranstaltung für alle Interessierten zum Thema durchgeführt. Dort referiert die Verantwortliche des Kantons über die aktuelle Lage und das geplante Vorgehen. Anna Tina Heuss freut sich, wenn möglichst viele Leute mitmachen und zu Hornissen-Scouts werden.
Infoveranstaltung zum Thema Asiatische Hornisse.
Mittwoch, 13. Mai, um 18 Uhr, im Rheinfelder Rathauskeller.
www.asiatischehornisse.ch