Ist die Zeit reif?
06.03.2026 Sport, RheinfeldenDer FC Rheinfelden darf wieder von der 2. Liga träumen: Abgestiegen im Sommer 2023, spürt der Drittligist jetzt den Frühling: Nach der Winterpause steigt der FC Rheinfelden als Leader in die Meisterschaft. Morgen Samstag kommt es – ausgerechnet – zum Derby gegen ...
Der FC Rheinfelden darf wieder von der 2. Liga träumen: Abgestiegen im Sommer 2023, spürt der Drittligist jetzt den Frühling: Nach der Winterpause steigt der FC Rheinfelden als Leader in die Meisterschaft. Morgen Samstag kommt es – ausgerechnet – zum Derby gegen die zweite Mannschaft des FC Möhlin.
Ronny Wittenwiler
Ein Jahr nur konnte sich der FC Rheinfelden in der 2. Liga regional halten – dann ging es wieder runter, am Ende der Saison 2022/2023. Der damalige Präsident ordnete ein: «Wichtig ist, dass wir ambitioniert bleiben. Für mich ist klar, dass der FC Rheinfelden mittelfristig in die zweite Liga gehört.» Jetzt, knapp drei Jahre später, ist der Präsident noch immer derselbe, bald aber wird Dominik Tanner sein Amt abgeben. «Im August anlässlich der Generalversammlung.» Bis es soweit ist, stehen dem FC Rheinfelden spannende Tage bevor.
Eine enge Kiste
Zurück aus der Winterpause, steht das von Zoran Lujic und Tobias Nyffeler trainierte Team mit 26 Punkten auf dem ersten Platz der 3. Liga; dicht gefolgt vom FC Therwil, der US Olympia 1963 und dem FC Laufen mit jeweils 25 Punkten, und gleich dahinter liegen der fünftplatzierte FC Schwarz-Weiss mit 24 und die AS Timau Basel mit 23 Punkten. Die Vorrunde hat also auch auf dem Rheinfelder Schiffacker noch lange nicht die Spreu vom Weizen getrennt. Es bleibt eine enge Kiste.
Doch der Traum vom Wiederaufstieg lebt beim FC Rheinfelden. Und der ist mit zusätzlichen Unwägbarkeiten verbunden. Denn je nach Tabellenkonstellation in der übernächst höheren Liga (2. Liga interregional mit mehreren Gruppen) geht für die Teams der 3. Liga die Türe unterschiedlich weit auf, theoretisch könnte es am Ende bis zu drei Aufsteiger geben. Möglicherweise aber auch nur einen – und ohnehin zeigt die aktuelle Tabelle mit dem FC Rheinfelden als Leader nur zu gut, dass mindestens sechs, wenn nicht gar noch mehr Mannschaften untereinander um den Aufstieg kämpfen. Präsident Dominik Tanner bedient sich deshalb lieber einer einfachen, aber nicht minder deutlichen Aussage: «Ist man nach der Winterpause Erster, will man diesen Platz dann auch verteidigen.» Dann wäre der Aufstieg perfekt.
Die Ära Tanner
Ob die Zeit reif ist für den FC Rheinfelden, wird sich also bald zeigen. Spektakulärer zudem könnte für die Zähringer die Meisterschaft nach der Winterpause kaum starten. Gleich zum Auftakt hat der Aufstiegsaspirant ein Derby vor der Brust: Morgen Samstag gastiert ausgerechnet die zweite Mannschaft des FC Möhlin-Riburg/ACLI auf dem Schiffacker. Gross ist die Freude bei Tanner. «Das ist natürlich super, so wieder den Meisterschaftsbetrieb aufzunehmen.» Wenn er im August das Präsidium in neue Hände gibt, wird er 15 Jahre im Vorstand tätig gewesen sein, die letzten acht als Präsident. Wäre der Aufstieg in die 2. Liga die Krönung seiner Amtszeit? «Wir sind in den letzten Jahren schon einmal in die 2. Liga aufgestiegen. Ausserdem konnten wir Projekte wie das neue Clubhaus samt Garderoben realisieren.» Es sind solch nachhaltige Projekte, die Tanner mindestens so wichtig gewesen sind während seiner Amtszeit. Doch dann sagt er es so: «Der Aufstieg in die zweite Liga wäre sicher ein Highlight und für mich ein schöner Abschluss.» Wie heisst es so schön, die Tabelle lügt nie: Stand jetzt, haben es die Fussballer beim FC Rheinfelden in den eigenen Füssen.
Mission Wiederaufstieg: Der Drittligist FC Rheinfelden empfängt morgen Samstag als Leader die zweite Mannschaft des FC Möhlin-Riburg/ACLI, Anpfiff ist um 17 Uhr. Das neue Wirtepaar Pinar und Cemil Dindar – für beide ist es eine Rückkehr – lädt erstmals als Gastgeber im Clublokal auf dem Schiffacker ein. Eröffnung ist ab 12 Uhr.


