Handball, NLB: Der TV Möhlin verliert in Genf

  23.02.2026 Sport, Möhlin

Handball, NLB: Der TV Möhlin verliert in Genf

Der TV Möhlin beendete die englische Woche auswärts gegen Chênois Genève mit einer starken Performance. Das Sonntagabendspiel endete für die Möhliner zwar mit einer 32:36-Niederlage, aber diese bahnte sich erst in den letzten Spielminuten an.

Die Mannschaft von Zoltan Majeri reiste ohne ihren Topscorer Sadok Ben Romdhane nach Genf, der krankheitsbedingt eine Pause einlegen musste. So begann mit Linus Fässler ein weiterer Linkshänder auf der halbrechten Position. Und er übernahm sogleich viel Verantwortung und kämpfte fortan Seite an Seite mit der Mannschaft. Diese zeigte von Beginn weg eine mutige und starke Körpersprache, packte in der Abwehr zu und zeigte auch offensiv eine beachtliche Leistung. Nach der Möhliner Zwei-Tore-Führung in der 16. Spielminute folgte ein nächster intensiver Schlagabtausch. Jan Waldmeier traf in Minute 20 zum 11:10 für Möhlin, danach musste Lucas Grandi auf die Bank, aber Robin Santeler hielt den Siebenmeter gegen Joël Purro und Linus Fässler erhöhte im Gegenzug auf 12:10. Mit einem 3:0-Lauf stellte Genf den Kontakt wieder her, ging wenig später in Führung. Nach Treffern von Fässler, Mitch Giezeman am Kreis und Lucas Grandi aus dem Rückraum stand es aber zur Pause 15:15.

Die zweite Hälfte
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase in Umgang zwei entwickelte sich ein enges Spiel. Kein Team konnte sich zunächst absetzen. Erst als Mitch Giezeman in der 36. Minute auf 20:19 für Möhlin stellte, nahm der Genfer Trainer Patrick Cazal die Auszeit, er wollte mehr Zählbares sehen. Seine Massnahme zahlte sich kurzfristig aus, aber spätestens mit Fabian Ceppis beherztem Wurf zum 22:22 (42.) war alles wieder offen. Kam hinzu, dass Genfs Kreisläufer Mehdi Kerboua danach eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte und obendrauf eine weitere wegen eines verbalen Ausrutschers (42.). Möhlins Fässler netzte ins verwaiste Tor ein, Jan Waldmeier überzeugte ein weiteres Mal von aussen. Auf der Gegnerseite machte vor allem Drenit Tahirukaj auf sich aufmerksam, er nahm sich mal um mal Distanzwürfe und platzierte diese sehenswert im Möhliner Tor. Seine Bilanz: 12 Tore aus 13 Versuchen! Noch einmal stellte Möhlin auf plus Zwei (48.), danach musste Mitch Giezeman pausieren und Genf glich wenig später aus (51.). Nach Zoltan Majeris Auszeit kassierte Giezeman eine umstrittene erneute Zeitstrafe plus den Siebenmeter gegen Möhlin. Und das ausgerechnet in einer engen Spielphase. Lucas Grandi verkürzte noch einmal mit einem Kraftwurf auf 30:32 (57.). In der Folge liess aber Genf nichts mehr anbrennen, brachte wurfstarke Spieler und machte den Sack zu.

Möhlin zeigte viel Charakter – jetzt wartet das Derby
Alles in allem war es eine tolle Energieleistung des schmalen Möhliner Kaders, das lange für wichtige Impulse gesorgt hatte und erst gegen Ende des Spiels das Heimteam ziehen lassen musste. Es geht spannend weiter, denn am kommenden Samstag empfängt der TV Möhlin den TV Birsfelden, Derbystimmung also garantiert.


Möhlin mit: Santeler (11/47, 24%), Roth; Ceppi (2), Kreuzer (1), Fässler (4), Kreuzer (7), Grandi (7), Franceschi (2), Giezeman (2), Berisha (7), Schweizer, Waldmeier (7).


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