Wie weiter nach Pfarrer Houbas Pensionierung?
Die reformierte Kirchgemeinde Bözen steht vor Veränderungen. Per Ende Januar 2027 wird Pfarrer Volker Houba pensioniert. Auf diesen Termin hin, wurde an der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung vom Januar 2026, angepasst an die ...
Wie weiter nach Pfarrer Houbas Pensionierung?
Die reformierte Kirchgemeinde Bözen steht vor Veränderungen. Per Ende Januar 2027 wird Pfarrer Volker Houba pensioniert. Auf diesen Termin hin, wurde an der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung vom Januar 2026, angepasst an die sinkenden Mitgliederzahlen, das Pfarrpensum auf 80 Prozent gekürzt. Pfarrer Houba will aber in einem Vollzeitpensum über die Pensionierung hinaus weiterarbeiten und wird daher die Kirchgemeinde Bözen verlassen. Da eine Pfarrstellenbesetzung eine echte Herausforderung ist, und um gemeinsam mit den Mitgliedern die Zukunftsfrage zu diskutieren und um zu hören, was die Leute bewegt, lud die Kirchenpf lege zu einem Informations- und Diskussionsabend ein.
Sinkende Mitgliederzahlen
Kirchenpflegepräsident René Feierabend wartete mit Zahlen und Fakten auf. Er zeigte auf, dass die Mitgliederzahlen von 1‘024 im Jahr 2020 auf 877 im Jahr 2025 gesunken sind. Den dadurch ausbleibenden Mitteln wird mit der Pfarrpensums-Reduktion und der Umverteilung einer Katechetenstelle etwas entgegengewirkt. In einem Workshop, begleitet von Marcel Hauser, einem langjährigen Berater der Landeskirche, wurden die Aktivitäten der künftigen kirchlichen Arbeit definiert und priorisiert. Auch machten sich die Anwesenden Gedanken, in welchen Bereichen eine Zusammenarbeit mit Nachbarsgemeinden sinnvoll wäre.
Die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen zeigten eine einheitliche und klare Richtung auf: Eine Zusammenarbeit mit anderen Kirchgemeinden soll dort, wo es Sinn macht, aktiv gesucht werden. Eine geerdete, volksnahe Pfarrperson soll die Pflege der sozialen Kontakte wieder vermehrt ins Zentrum rücken. Der gut aufgestellten Kinder- und Jugend-Arbeit, sowie der Senioren-Arbeit soll weiterhin eine tragende Rolle zukommen und für Familien sollen themengerechte, zeitlich angepasste Familien-Gottesdienste angeboten werden.
Auch wenn der Abend der Information und Diskussion diente, hat die Kirchenpflege einen eindeutigen Auftrag erhalten. Das engagierte Mitarbeiten der Anwesenden machte deutlich, dass neben neuen Wegen durchaus auch gemeinsame Wege zum Ziel führen können. (vwe)