Fynn Soder (17) bestreitet am Sonntag mit der HSG Nordwest den Schweizer Cupfinal gegen Pfadi Winterthur. Sein Können lässt das Talent derzeit auch beim TV Möhlin in der NLB aufblitzen.
Ronny Wittenwiler
Es ist ein grosses Spiel in einer noch jungen Karriere, ...
Fynn Soder (17) bestreitet am Sonntag mit der HSG Nordwest den Schweizer Cupfinal gegen Pfadi Winterthur. Sein Können lässt das Talent derzeit auch beim TV Möhlin in der NLB aufblitzen.
Ronny Wittenwiler
Es ist ein grosses Spiel in einer noch jungen Karriere, dabei reihte sich für Fynn Soder doch schon die letzten Wochen und Monate viel Aufregendes aneinander. Da wäre etwa der Einzug mit seiner HSG Nordwest in eben diesen bevorstehenden Schweizer U19-Cupfinal. Nach einem veritablen Krimi setzte sich das Team mit 32:31 gegen Handball Stäfa durch, und Soder, einmal mehr, war mittendrin statt nur dabei: Der Spielmacher aus Wegen stetten dirigierte das Angriffsspiel entscheidend mit, übernahm Verantwortung.
Grosses Spiel in der NLB
Genauso unerschrocken tritt er derzeit auch bei anderen Gelegenheiten auf. «Für Grandi kam der junge Fynn Soder, der sogleich drei Tore ablieferte», heisst es etwa in einem Spielbericht Ende November. Am Ende, nach insgesamt vier persönlichen Treffern und einem 31:30-Sieg gegen den BSV Bern, wurde Soder zum besten Spieler der Partie ausgezeichnet; kann man ja schon mal machen – und das, wohlverstanden, mit erst 17 Jahren in der Nationalliga B. Parallel zum Meisterschaftsbetrieb der U19 Elite mit der HSG Nordwest kommt Soder in dieser Saison immer wieder zu Einsatzzeiten in der ersten Mannschaft des TV Möhlin. So auch am Mittwoch, als die Meler auswärts auf die HSG Baden-Endingen trafen (vgl. Spielbericht auf Seite 6). Mittlerweile für über ein Dutzend Partien hat ihn Möhlins Cheftrainer Zoltan Majeri bereits in den Kader der ersten Mannschaft berufen.
Keine Zeit für Nervosität
Und nun also kommenden Sonntag folgt für Fynn Soder der nächste Seitenwechsel: Der Neuling in den Offensivreihen der Möhliner aus der NLB streift sich das Trikot der HSG Nordwest über und lässt nichts unversucht, den ganz grossen Coup zu landen. Der Gegner in diesem Schweizer U19-Cupfinal ist beileibe kein Kanonenfutter. Pfadi Winterthur ist Tabellenzweiter der laufenden Meisterschaft, die HSG Nordwest Tabellensechster. «Wir gehen als Underdog in dieses Spiel und haben nichts zu verlieren», sagt Soder. «Wir wissen aber auch um unsere Qualitäten.» Zeit für Nervosität hat er eigentlich keine. «Bis am Mittwoch lag der Fokus noch voll auf dem TV Möhlin und der Nationalliga B.» Vielleicht wird es ein Kribbeln geben, am Sonntag, wenn es dann losgeht. «Ich bin aber nicht einer, der besonders nervös wird vor einem Spiel.» Doch selbstverständlich, sagt Soder, gehöre diese Partie ohne Frage zu den Highlights seiner noch jungen Karriere. «Ich spielte noch nie einen Final um einen nationalen Titel.» Übrigens, zum fünften Mal in Folge qualifizierte sich der Pfadi-Nachwuchs für den Cupfinal. Das letzte Mal, als Pfadi Winterthur nicht im Cupfinale gestanden war, gewann den Schweizer Cup ausgerechnet – die HSG Nordwest. Und die hat jetzt einen talentierten Fricktaler Spielmacher in den eigenen Reihen. Einer, der mit 17 Jahren von sich reden macht. Vielleicht ist das alles nur ein erstes Aufwärmen.
Anpfiff ist um 11.30 Uhr in der Axa Arena in Winterthur.
Fynn Soder besucht das Sportgymnasium Bäumlihof in Basel.