Die Basler Personenschifffahrts-Gesellschaft hat eine neue Eigentümerin. In diesem Jahr ändert sich noch nicht viel, künftig könnte es aber mehr Fahrten nach Kaiseraugst und Rheinfelden geben.
Valentin Zumsteg
Am nächsten Freitag geht sie los, die ...
Die Basler Personenschifffahrts-Gesellschaft hat eine neue Eigentümerin. In diesem Jahr ändert sich noch nicht viel, künftig könnte es aber mehr Fahrten nach Kaiseraugst und Rheinfelden geben.
Valentin Zumsteg
Am nächsten Freitag geht sie los, die Schifffahrts-Saison in Rheinfelden und Kaiseraugst. Ab dann verkehren die Schiffe der Basler Personenschifffahrts-Gesellschaft (BPG) wieder ins Fricktal. Von Mai bis Mitte Juni steht die Schleusenfahrt wöchentlich am Donnerstag und Samstag auf dem Fahrplan, danach kommt noch der Dienstag hinzu.
Seit diesem Jahr gehört die BPG nicht mehr dem Kanton Basel-Stadt, sondern der privaten Firma United Waterways. Für 250 000 Franken hat sie die Gesellschaft mit ihren drei Schiffen übernommen und eine Betriebsgarantie für zwölf Jahre abgegeben. Die neue Besitzerin, die ihren Hauptsitz in Basel hat, kennt sich aus in diesem Geschäft. Sie betreibt insgesamt rund 120 Schiffe, unter anderem in Dresden, Köln, London und Amsterdam. Für den Kanton Basel-Stadt war die BPG ein Verlustgeschäft, sie erwirtschaftete ein Defizit. Die Verantwortlichen von United Waterways sehen aber grosses Potential – auch in der Schleusenfahrt nach Kaiseraugst und Rheinfelden. «Diese beiden Anlegestellen und Gemeinden waren und bleiben als feste Bestandteile für die Fahrplangestaltung der BPG sehr wichtig», erklärt Robert Straubhaar, Verwaltungsratspräsident der United Waterways, gegenüber der NFZ.
«Man darf gespannt sein»
Auf die neue Saison ändert sich aber noch nichts Wesentliches, vorerst werden die Schiffe Rheinfelden auch weiterhin sonntags nicht ansteuern. Das ist etwas, das es früher gab und sich die Stadt Rheinfelden wieder wünscht. «Da wir die Referendumsfrist bis März 2026 abwarten mussten, wäre es vermessen gewesen, vor der finalen Kaufzusage Gespräche zu führen», erklärt Robert Straubhaar. Deswegen bleibt vorerst alles beim Alten.
In den kommenden Monaten soll es aber Gespräche mit den Fricktaler Gemeinden geben, so Straubhaar. «Anlässlich von unserem Marketing-Workshop im Mai werden wir zusätzliche und neue Formate intensiv diskutieren und im Anschluss diese Vorschläge auch mit den diversen Partnern besprechen. Man darf also gespannt sein, was sich für die Saison 2027 ändert.»
«Optik des Schiffes hat gelitten»
Wie er weiter schildert, steht zurzeit der finale Entscheid an, ob die BPG das in die Jahre gekommene «Basler Dybli» renovieren lässt oder nicht. «Die letzten Jahre hat die Optik dieses Schiffes gelitten. Investitionen konnten aufgrund der finanziellen Lage der BPG nicht gemacht werden. Aber auch bei einem positiven Entscheid von unserer Seite kann eine Rennovation erst Ende der Saison 2026 erfolgen. Das heisst, dieses süsse Schiffchen müsste noch weitere sechs Monate in diesem Zustand seine Dienste verrichten.»
Zwischenzeitlich hat der neue Verwaltungsrat der BPG Frédéric Petignat zum Geschäftsführer befördert. Er hatte nach dem Weggang des langjährigen Geschäftsführers Peter Stalder die Geschäfte der BPG ad interim geführt.