Seit 2023 wird der Verkehr beim Autobahn-Anschluss Rheinfelden Ost mit einem Lichtsignal geregelt. Für Magden bringt dies nur Nachteile, findet der Magdener Gemeinderat. Gespräche mit dem Bundesamt für Strassen brachten bislang nicht die gewünschten Verbesserungen.
Valentin ...
Seit 2023 wird der Verkehr beim Autobahn-Anschluss Rheinfelden Ost mit einem Lichtsignal geregelt. Für Magden bringt dies nur Nachteile, findet der Magdener Gemeinderat. Gespräche mit dem Bundesamt für Strassen brachten bislang nicht die gewünschten Verbesserungen.
Valentin Zumsteg
«Das ist eine unbefriedigende Situation», erklärt die Magdener Gemeindepräsidentin Carole Binder-Meury gegenüber der NFZ. Die Gemeinde ist unzufrieden mit der Verkehrssituation beim Autobahn-Anschluss Rheinfelden Ost. Im Jahr 2023 wurde dort der bisherige Kreisel durch eine Lichtsignal-Anlage ersetzt. Dies hat zur Folge, dass die Autolenker, die von Magden Richtung Rheinfelden fahren, teilweise lange beim Rotlicht stehen und sich der Verkehr weit Richtung Magden staut.
«Verspätungen beim ÖV»
«Für Magden bringt die Lichtsignal-Anlage nur Nachteile. Vor allem längere Wartezeiten und Verspätungen beim ÖV», schildert Carole Binder-Meury. Deswegen ist der Magdener Gemeinderat seit längerem im Gespräch mit dem Bundesamt für Strassen (Astra). Doch bislang ohne wesentliche Verbesserungen.
Die Gemeinde Magden hat klare Forderungen – und dies seit Jahren. «Wir möchten einerseits sichergestellt haben, dass die ÖV-Verbindungen täglich zuverlässig funktionieren. Andererseits möchten wir eine Möglichkeit mit mehr und längeren Grünphasen während der Spitzenzeiten am Morgen und am Abend. Insbesondere aber am Morgen, da ist auch der Abf luss der Autobahn von Basel her noch nicht so stark», so Binder-Meury. Weiter ist der Gemeinderat Magden der Meinung, dass die Aufhebung des Pannenstreifens bei der Ausfahrt von Basel her etwas bringen würde. Ein weiterer Wunsch seitens Magden wäre, dass die Lichtsignal-Anlage in den Nachtstunden auf orange blinkend gestellt würde, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden. «Auch da war die Antwort, dass das zu gefährlich sei», erläutert die Gemeindepräsidentin. Sie weist daraufhin, dass die Probleme mit dem Autobahn-Zubringer in Rheinfelden nicht nur für Magden ein Thema sind, sondern auch für weitere Gemeinden wie Wintersingen, Maisprach und Buus.
Rechnet sie mit Verbesserungen in den kommenden Jahren? «Ich befürchte nein. Laut Astra ist der Rückstau auf der Autobahn zurückgegangen, was eines der Hauptziele war. Wir stellen das im Alltag nicht fest», betont Binder-Meury.
Sitzungen mit dem Astra
Es hat schon mehrere Sitzungen der Gemeinde Magden mit dem Bundesamt für Strassen in dieser Sache gegeben. Daraus resultiert ein Bericht mit Fragen und Antworten, der seit kurzem vorliegt. Darin schreibt das Astra beispielsweise: «Mit dem Umbau in einen lichtsignalgesteuerten Knoten wird eine Optimierung des Gesamtsystems angestrebt. Damit können mittel- und langfristig insbesondere Staus auf die Autobahn-Ausfahrt (aus Richtung Basel) und zum mittleren Knoten Feldschlösschen reduziert beziehungsweise vermieden werden.» Dies habe in zusätzlichen Verkehrssimulationen zum Prognosezustand 2040 erneut nachgewiesen werden können. Aber: «In der Konsequenz werden die Wartezeiten der Fahrzeuge aus Richtung Magden gegenüber dem früheren Kreisverkehr zu Gunsten der Verkehrsqualität am Gesamtknoten länger.» Das bekommen die Verkehrsteilnehmer aus Richtung Magden täglich zu spüren. Aus Sicht des Astra konnten die gesteckten Ziele mit der Lichtsignal-Anlage erreicht werden: «Ein Rückbau wird deshalb nicht in Erwägung gezogen.»