Fabienne Hoenke hat es schon wieder getan!
03.03.2026 Sport, FricktalFabienne Hoenke unterbietet in St. Gallen schon wieder ihren eigenen U23-Schweizerrekord – und gewinnt damit bei der Elite den Meistertitel in der Halle.
Fabienne Hoenke war nicht zu bremsen: Nachdem die Möhlinerin in der laufenden Saison bereits zweimal den U23-Schweizerrekord über die 200m verbessert hatte, trat sie als Favoritin in dieser Disziplin an. Im Vorlauf reichte ein kontrollierter Lauf, um sich mit der zweitbesten Zeit für den Final zu qualifizieren. In diesem liess sie es aber richtig krachen und lief den anderen Konkurrentinnen von Beginn weg davon. Mit 23,16s gewann sie das Rennen deutlich, krönte sich zum zweiten Mal in ihrer Karriere zur Schweizermeisterin und verbesserte erneut den U23-Schweizerrekord. Drei Starts in dieser Saison, dreimal Schweizerrekord, eine unglaubliche Bilanz für die Fricktalerin.
Ein Lauf für die Geschichtsbücher
Mit ihrer Leistung über die 200m hat sich Hoenke in die Geschichtsbücher eingetragen. Sie ist damit die drittschnellste Schweizerin aller Zeiten über diese Distanz in der Halle. Auch international darf sich ihre Zeit sehen lassen: Europaweit sind dieses Jahr nur acht Athletinnen schneller gelaufen. Während sich nun andere Schweizer Leichtathletikstars auf die Hallen-Weltmeisterschaften in Polen vorbereiten, blickt Hoenke bereits auf die kommende Aussensaison – dies, weil die 200m nur im Freien im Programm von internationalen Meisterschaften stehen. Im Hinblick auf die angepeilte Qualifikation für die Outdoor-Europameisterschaften, die im August in Birmingham stattfinden werden, hat Hoenke aber in der Halle bereits wertvolle Punkte gesammelt. Ihre brillante Form hatte Hoenke in St. Gallen bereits am Vortag über die 60m-Distanz angedeutet, als sie im Vorlauf mit 7,29s eine Hammerzeit lief und auch im Kurzsprint mitten in die nationale Spitze lief. Der Halbfinallauf gelang in 7,37s nicht mehr ganz so gut, reichte aber immer noch, um sich in den Top 10 zu klassieren.
Silber und Bronze im Stabhochsprung
Die weiteren Fricktaler Medaillen holten Romy Burkhard und Nicolas Pfrommer im Stabhochsprung. Aufgrund ihrer bisherigen Saisonleistungen durfte sich Burkhard gute Chancen auf Edelmetall ausrechnen, wobei es klar war, dass an Seriensiegerin Angelica Moser kaum ein Vorbeikommen möglich sein würde. Burkhard startete mit zwei gültigen Versuchen gut in den Wettkampf. Während Moser noch nicht in den Wettkampf eingegriffen hatte, ging es auf der Höhe von 4.05m dann um die weiteren Medaillen. Von drei Athletinnen, welche die letzte Höhe übersprungen hatten, war dann Burkhard die einzige, welche die Latte nach zwei ungültigen Versuchen erfolgreich überqueren konnte. Sie sicherte sich damit die Silbermedaille – während Gold erwartungsgemäss an Moser ging.
Während eine Medaille für Burkhard im Vorfeld durchaus realistisch war, hat Nicolas Pfrommer bei den Herren für eine positive Überraschung gesorgt. Der Fricktaler hatte im letzten Jahr nicht viele Wettkämpfe bestritten, hatte sich aber in der diesjährigen Hallensaison zurückgemeldet. Er startete ebenfalls makellos in den Wettkampf und übersprang alle Höhen bis 5.00m im ersten Versuch. Auf 5.10m musste er dann die Segel streichen, da aber nur drei Athleten die nächste Höhe schafften, wobei der spätere Sieger als Australier nicht medaillenberechtigt war, gewann er Bronze, zusammen mit einem weiteren Athleten. Als letzte Athletin des Fricktaler Quartetts startete Lucia Acklin über die 200m. Für die Siebenkämpferin aus Herznach war dies mehr ein Leistungstest aus dem Training heraus, durchaus erfolgreich, mit 24,81s belegte sie den guten 11. Rang.
Die Fricktaler um Hoenke, Burkhard und Pfrommer waren für drei von vier Aargauer Medaillen besorgt. (mgt/nfz)


