Die Sicherheit wird immer teurer
16.09.2026 Brennpunkt, RheinfeldenAm 20. September gehören wieder viele Strassen im Dreiland dem Langsamverkehr. Aus dem Fricktal sind Kaiseraugst und Rheinfelden mit je einem Festplatz beim slowUp Basel-Dreiland dabei. Die Sicherheitskosten sind der grösste Budgetposten.
Valentin Zumsteg
«Dieser Anlass entspricht dem Zeitgeist. Die Leute wollen sich bewegen und die Region kennenlernen», erklärt Dominik Burkhardt, Stadtrat von Rheinfelden und Vorstandsmitglied beim slowUp Basel-Dreiland. Zusammen mit Geschäftsführer Jean Frey (Gemeindepräsident von Kaiseraugst) und Nicolás Schmid vom Stadtmarketing Rheinfelden präsentierte er an einer Pressekonferenz die wichtigsten Informationen zur diesjährigen Ausgabe des Grossanlasses, der am 20. September durchgeführt wird.
«An der Sicherheit wird nicht gespart»
Die Zahlen sind wie jedes Jahr eindrücklich: Die Strecke mit ihren drei Schlaufen umfasst insgesamt rund 62 Kilometer, sie reicht von Rheinfelden und Kaiseraugst bis Weil am Rhein und Saint-Louis. Die Streckenführung durch die Stadt Basel ist wegen der vielen Baustellen eine Herausforderung, doch die Organisatoren haben eine Lösung gefunden. Wie schon im Vorjahr ist Lörrach nicht mehr dabei. Die Stadt verzichtet auf eine Teilnahme, weil die Kosten für die Sicherheit zu hoch wären und sie diese nicht tragen will. Um den Anlass sicher durchführen zu können, braucht es gegen 1000 Helferinnen und Helfer sowie 2000 Absperr-Gitter. «An der Sicherheit wird nicht gespart. Rund 30 bis 40 Prozent des Budgets brauchen wir für diesen Bereich», betont Geschäftsführer Jean Frey. Das Budget beläuft sich auf rund 370 000 Franken, wobei die Kosten für die beiden Elsässer Gemeinden Huningue und Saint-Louis nicht enthalten sind. Der slowUp ist grundsätzlich gratis, die Organisatoren sind aber darauf angewiesen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Vignetten für fünf Franken oder Euros kaufen. Zwölf Verkaufspunkte stehen bereit. «Ohne Vignetten kein slowUp», so Jean Frey. Die Finan zierung des Grossanlasses sei ein Kraftakt. Im vergangenen Jahr konnten bei offiziell 51 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern rund 8000 Vignetten abgesetzt werden. Zu wenig, findet Frey. In diesem Jahr haben Gemeinden und Firmen im Vorfeld bereits 1300 Vignetten gekauft, das ist zumindest ein guter Start.
E-Trottinettes sind nicht erlaubt
Wer die ganze Strecke fährt, überquert den Rhein sechs und die Grenze neun Mal. Erlaubt sind Velos, E-Bikes, Inlineskates und alles, was mit eigener Muskelkraft betrieben wird. «E-Trottinettes sind nicht zugelassen, das würde dem Geist des slowUps widersprechen», erklärt Jean Frey.
Auf zwölf Festplätzen können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stärken und gemütlich beisammensitzen, zwei davon sind im Fricktal. In Rheinfelden befindet er sich traditionsgemäss beim Hauptwachplatz, dort bietet der Turn- und Sportverein Kaffee und Kuchen, daneben gibt es einen Grillstand und einen Foodtruck. Wer will, kann vor Ort Velos mieten, wie Nicolás Schmid schildert. In Kaiseraugst ist der Festplatz im Dorf untergebracht. Erstmals gibt es in diesem Jahr im Hardwald eine sogenannte «Sampling-Zone», dort werden «Müsterli» von acht Sponsoring-Partnern verteilt.
Einem unterhaltsamen und sportlichen Sonntag steht also nichts im Wege.
SlowUp Basel-Dreiland: Sonntag, 20. September, von 10 bis 17 Uhr. Die Strassen sind zwischen 8 und 18 Uhr gesperrt.


