Der GP Rüebliland feiert 50 Jahre
17.04.2026 Sport, SulzInternationales Rad-Mehretappenrennen der Junioren
Der GP Rüebliland hat in diesem Jahr etwas zu feiern. Als Jubiläums-Supplement wird die diesjährige Tour, die vom 3. bis 6. September stattfindet, um einen Tag verlängert. Etappenorte sind diesmal Brugg, Steinmaur, ...
Internationales Rad-Mehretappenrennen der Junioren
Der GP Rüebliland hat in diesem Jahr etwas zu feiern. Als Jubiläums-Supplement wird die diesjährige Tour, die vom 3. bis 6. September stattfindet, um einen Tag verlängert. Etappenorte sind diesmal Brugg, Steinmaur, Affoltern am Albis und Wohlen.
«Das aktuelle, radsportbegeisterte Organisationskomitee, geführt vom umsichtigen Präsidenten Ulrich Schumacher und seinem ‹Schatten› Peter Bernet, wird alles daransetzen, um auch dieses Jahr erneut eine tolle Rundfahrt bieten zu können», so die Verantwortlichen. Präsident Ulrich Schumacher wohnt im Laufenburger Ortsteil Sulz und führt dort auch die Geschäftsstelle des GP Rüebliland. Dieser ist seit 1977 das einzige Mehretappenrennen für Junioren in der Deutschschweiz. Seit einigen Jahren zählt der GP Rüebliland zur UCI-Kategorie MJ 2.1. Verschiedene ehemalige und heutige Spitzenfahrer haben den GP Rüebliland mit Erfolg absolviert wie zum Beispiel: Cancellara, Rebellin, Cunego, die Gebrüder Schleck, Basso, Sinkewitz, Hushovd, Kreuziger, Stybar, Jungels, Hirschi und Mäder.
Jubiläums-GP
Die Vorarbeiten laufen seit geraumer Zeit auf Hochtouren. Der Jubiläums-GP soll allen Fahrern und Interessenten positiv und nachhaltig in Erinnerung bleiben. Apropos Erinnerung: Als sich einige radsportbegeisterte Leute um den Wohlener Hans Flori anno 1977 an die Organisation einer solchen Rundfahrt wagten, waren einige Radsportfreunde skeptisch. Dank viel Enthusiasmus und Begeisterung, aber auch durch zahlreiche private Investoren, hält man sich nun schon 50 Jahre über Wasser. Dazu betont das OK: «Der GP Rüebliland ist heute ‹das› Sprungbrett für spätere Sieger. Einfacher ist es nicht geworden, denn das Geld liegt nach wie vor nicht auf der Strasse und die Junioren-Namen sind noch weitgehend unbekannt.
Kommt die Situation mit den überfüllten Strassen dazu: Es hat viel mehr Verkehr und gesperrt werden können die Strassenabschnitte nicht wie bei grossen Rundfahrten.» Auch von den organisierenden Radsportvereinen gebe es immer weniger. Nichtsdestotrotz: Aufgeben ist für das OK auch nach 50 Jahren keine Option. Man will den Radsport im Aargau nach wie vor fördern und damit ein Zeichen setzen. Der Erfolg gibt den Organisatoren recht und es ist immer wieder schön von späteren Radsportgrössen zu hören, dass sie da einst im Aargau an einer kleinen Rundfahrt die ersten Erfolgserlebnisse feiern durften.
Ein Mannschaftszeitfahren und nur noch Tagesetappen
Der Start zur 50. Austragung wird aussergewöhnlich, wird er doch am Donnerstag, 3. September, ab 16 Uhr (im Schachen Brugg), in Form eines Mannschaftszeitfahrens ein erstes Zeichen setzen. Nur drei Kilometer lang ist dieses. Die Etappe am Freitag f indet dann nicht zum ersten Mal im radsportbegeisterten Steinmaur statt. Start zu dieser Etappe wird um 13 Uhr sein. Die Samstagsetappe in Affoltern am Albis ZH erinnert an eine Austragung von früher, als der dort wohnende, 2011 leider verstorbene Radsportjournalist Hans Jucker, die Etappe übernahm und auch aus dem eigenen Sack bezahlte. Die diesjährige Samstagetappe führt über 96,5 Kilometer. In diesem Jahr endet der GP Rüebliland in Wohlen AG – quasi der Geburtsstätte des Mehretappenrennens. Die Schlussetappe führt über 110,6 Kilometer.
«Bereits jetzt reissen sich die internationalen Teams um Startplätze», freut sich das OK. Die erste Austrag u ng gewan n m it Greg Alison ein Amerikaner, doch der erste Etappensieger in der langen Geschichte war ein Schweizer, nämlich Bernard Gav illet. Damals wie heute sind die Schweizer zwar zahlenmässig überlegen, aber dennoch Aussenseiter. Es wäre w irklich eine schöne Geschichte, wenn ausgerechnet ein Schweizer diesmal die Nase vorne haben könnte. (mgt)


