Christian Schweizer vor seinem letzten SlowUp als Geschäftsführer
Er habe in den drei Jahren als Geschäftsführer die Arbeit seines Vorgängers noch mehr schätzen gelernt, sagt Christian Schweizer und blickt mit viel Vorfreude auf den 21. SlowUp Hochrhein vom 21. Juni – es ist sein ...
Christian Schweizer vor seinem letzten SlowUp als Geschäftsführer
Er habe in den drei Jahren als Geschäftsführer die Arbeit seines Vorgängers noch mehr schätzen gelernt, sagt Christian Schweizer und blickt mit viel Vorfreude auf den 21. SlowUp Hochrhein vom 21. Juni – es ist sein letzter.
Simone Rufli
«Als Geschäftsführer habe ich viel gelernt, und ich habe die Zusammenarbeit mit dem Vorstand und den Gemeinden als sehr angenehm erlebt.» Klar wäre es schön, die Leute würden mehr Vignetten à 5 Franken kaufen. Genauso wichtig seien aber auch neue Ideen, sagt Christian Schweizer. So könnten zum Beispiel Firmen Vignetten kaufen und sie an Mitarbeitende abgeben und Schulen, die Aufkleber an Schülerinnen und Schüler weitergeben. «Das wäre Unterstützung, die zugleich die Bewegung fördert.»
Schweizer ist überzeugt, dass der Vorstand unter dem Präsidium von Franz Ruckli mit innovativen Ideen einen Weg finden wird, den SlowUp am Rollen zu halten. «Mit der Wahl von Anna Haase in den Vorstand ist es Franz Ruckli bereits gelungen, die deutsche Seite stärker einzubinden. Sei das Geld vor zwanzig Jahren von grossen Firmen noch geflossen, sei es heute immer schwieriger Sponsoren zu finden. «Wer heute einen Beitrag spendet, will einen Gegenwert dafür haben. Es ist auch darum schade, dass wir nicht jedes Jahr solche Attraktivitäten bieten können, wie im letzten Jahr anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums.»
Mit Blick auf das eigene Ausscheiden meint Schweizer: «Es ist richtig, jüngere Personen in die Organisation einzubinden. Auch da befindet sich der Vorstand auf gutem Weg. Rafael Ruckli ist neu für die Streckensicherung zuständig.» Sorgen bereite ihm, dass die Kosten im Vorfeld des SlowUp-Sonntags laufend steigen. «Nichts ist gratis, aber alles unerlässlich: Absperrungen, Sanität, Samariter … Wir sind mit immer mehr Auflagen, immer strengeren Vorschriften und aufwändigeren Bewilligungsverfahren konfrontiert.» Dazu kämen kurzfristige Routenänderungen. «In diesem Jahr verkehrt in Badisch Laufenburg wegen der Elektrifizierung der Bahn ein Busersatz, weshalb wir auf einen anderen Weg ausweichen müssen, wozu die Bewilligung des Landkreises Waldshut nötig ist.» Auch Anwohner hätten Fragen, suchten Wege, zu ihren Liegenschaften zu gelangen. «Als Unternehmer mit eigener Firma bekomme ich das alles nicht mehr unter einen Hut.»
Stets eine Freude sei das Engagement von Vereinen, wie zum Beispiel dem Damenturnverein und Turnverein Kaisten, Vereinen aus Münchwilen oder auch des Werkhofs Stein. Wer Speis und Trank anbietet entlang der Strecke, kann den Erlös vollumfänglich in die Vereinskasse stecken. «Vielleicht müsste man das Konzept etwas anpassen», räumt Schweizer ein. «Ich denke, wenn die Mittel knapper werden, wird sich das eine oder andere ändern müssen.»
Was sich nicht ändern werde, sei seine Freude am SlowUp: «Der Anlass ist genial. Ich werde ihn weiter unterstützen. Für den 21. Juni hoffe ich auf schönes Wetter, unfallfreie Fahrt und fröhliche Gesichter.»
slowUp Hochrhein
Sonntag, 21. Juni 2026, 10 bis 17 Uhr. Auf 32 Kilometern autofreier Strasse zwischen Laufenburg/Baden, Murg und Bad Säckingen sowie auf Schweizer Seite zwischen Stein, Münchwilen, Eiken, Sisseln, Kaisten und Laufenburg/Schweiz.
www.slowup.ch/hochrhein/de.html