Geschichten vom Tierlignadenhof Kaisten
26.03.2026 Fricktal, KaistenKein Stein zu gross
Mio, ein fünf Monate alter Elo-Rüde, lebt seit einem Monat auf dem Tierlignadenhof. Aufgrund seiner neurologischen Erkrankung ist der junge Rüde bei uns gelandet – wir sind bereits die sechsten Besitzer! Mit seiner ...
Kein Stein zu gross
Mio, ein fünf Monate alter Elo-Rüde, lebt seit einem Monat auf dem Tierlignadenhof. Aufgrund seiner neurologischen Erkrankung ist der junge Rüde bei uns gelandet – wir sind bereits die sechsten Besitzer! Mit seiner Krankheitsgeschichte könnte man schon fast ein Buch füllen: Durch die neurologischen Schwierigkeiten sind seine Hinterbeine beim Laufen zeitweise schneller als seine Vorderbeine, zudem ist er in der Hinterhand instabil und kann kaum Treppensteigen. Auch weist er Stereotypen wie das Kreislaufen auf und leidet an einer eingeschränkten Sicht. Stereotypen bei Hunden sind abnormale, wiederholende und gleichförmige Verhaltensweisen, die oft als Reaktion auf Stress, Unterforderung oder nicht artgerechte Haltung entstehen. Sie dienen der Selbstregulation und können bis zur Erschöpfung führen. Damit wir Mio in seiner Gesundheit unterstützen können, haben wir beim Tierarzt seine Leberwerte prüfen lassen. Zudem wurde eine Ultraschalluntersuchung seines Gehirns durchgeführt, um allfällige Abnormalitäten feststellen zu können. Im gleichen Zuge wurde er kastriert, da er hormonell früh entwickelt war und entsprechendes Verhalten zeigte. Sobald die Ergebnisse des Ultraschalls vorliegen, wird entschieden, ob weitere Abklärungen mittels einer Magnetresonanztomographie (MRT) nötig sind.
Saphir, ein männliches Shetland-Pony, ist Ende letzten Jahres zu unserer tierischen Familie gestossen, weil er einzeln gehalten wurde. Shetland-Ponies, wie alle Equiden (Ponies, Pferde, Esel, Maultier, Maulesel), sind in Herden lebende, soziale Tiere und dürfen deshalb nicht alleine gehalten werden. Weder der Mensch noch andere Tiere können den Sozialpartner ersetzen. Gemäss Schweizerischem Tierschutzgesetz müssen Equiden mindestens Sicht-, Hör- und Geruchkontakt zu einem Artgenossen gewährt werden. Da die Hufpflege bei Saphir in der Vergangenheit vernachlässigt wurde, führen wir in Zusammenarbeit mit unserem Hufschmied regelmässig Korrekturmassnahmen durch, damit er sich in Zukunft wieder schmerzfrei bewegen kann.
Über Georgi, einen Continental Bulldogg-Rüden, haben wir bereits berichtet. Seit seiner Ankunft auf dem Tierlignadenhof im vergangenen Januar haben wir seine Umweltallergie gut im Griff. Aufgrund der wärmeren Temperaturen hat sich jedoch ein kleiner Hautausschlag mit juckenden Schorfen gebildet, welcher medikamentös behandelt wird.
Die Tiere, welche auf dem Tierlignadenhof ein Zuhause finden, sind oftmals gesundheitlich oder verhaltensmässig vorbelastet und deshalb schwer vermittelbar. Genau solchen Tieren helfen wir und schenken ihnen auf unserem Hof eine zweite Chance. Derartige Rettungen sind sehr kosten- und zeitintensiv; für uns jedoch kein Grund aufzugeben, sondern mit vereinten Kräften ein Leben lebenswerter zu gestalten.
So haben wir uns anfangs Jahr dazu entschlossen, dem dreijährigen, an Harnsteinen erkrankten Kater Pumba zu helfen. Seinen ehemaligen Besitzern war es nicht möglich, die Behandlungskosten zu tragen, worauf er hätte eingeschläfert werden sollen. Nachdem uns die behandelnde Tierärztin kontaktiert hatte, war für uns klar, dass wir den finanziellen Aufwand tragen und den Kater bei uns aufnehmen. Heute ist Pumba wieder gesund, und er hat sogar ein neues Zuhause bei einem liebevollen Ehepaar mit Haus und Garten gefunden.
Liebe Grüsse vom
Tierlignadenhof-Team
Besuche sind nur nach Vereinbarung möglich!
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