Anpacken für die Natur

  04.01.2023 Fricktal, Sulz, Natur

Seit vier Jahrzehnten setzt sich der Sulzer mit grossem Einsatz für die Natur ein. Ebenso lange gehört er dem Vorstand des Naturschutzvereines Sulz-Laufenburg an. Für sein vielfältiges Schaffen ist Gerhard Schraner nun mit dem VONV-Naturschutzpreis 2022 ausgezeichnet worden.

Susanne Hörth

«Vor 40 Jahren hat Gerhard Schraner erkannt, dass es Viertel vor zwölf Uhr bei der Natur steht», begann Meinrad Bärtschi, Präsident des Verband Oberfricktalischer Naturund Vogelschutzvereine (VONV) seine Würdigung für den diesjährigen Preisträger. Die Verleihung fand am Freitagnachmittag bei der Waldhütte Schwarzrai in Sulz im Beisein von zahlreichen Gästen statt. Unter ihnen ebenfalls einige VONV-Preisträger der vergangenen Jahre. Seit 1998 zeichnet der Verband regelmässig Personen oder Gruppierungen aus, die sich in besonderem Masse für die Natur engagieren. Wie eben nun auch Gerhard Schraner.

Dessen grosses Schaffen für Fauna und Flora veranschaulichte Meinrad Bärtschi mit einer grossen Uhr, bei der die Zeiger auf viertel vor zwölf Uhr stehen. Auf jeder Ziffer dieser Uhr platzierte der Redner ein kleines Bild. So stand jenes eines Baumes für die massgebliche Beteiligung Schraners an einer Hochstamm-Aktion, bei der im VONV-Gebiet 1196 Obstbäume gepf lanzt wurden. Bärtschi lobte das handwerkliche Geschick des Vereinsschreiners Geri Schraner. Mit dem Bauen, Pflegen und Platzieren von Spezialnistkästen sorge der Preisträger dafür, dass auch vom Aussterben bedrohte Vogelarten geeignete Wochenstuben erhalten. Mit dem Fledermaus-Bild hob Bärtschi weiter auch die 25-jährige Betreuung der Fledermauskolonie in der Kirche Sulz des Preisträgers hervor. Weiherprojekte, Realisierung des Krebsbächlis, Biotop-Sanierungen, Heckenpflege, Neophyten-Bekämpfung, Waldlehrpfad oder gar das Wiegen von Hirschkäfern: Die zwölf Zahlen der Uhr reichten nicht aus, um nur einen kleinen Teil von Gerhard Schraners Schaffen abzubilden. Selbst als Meinrad Bärtschi die Uhr «verlängerte» konnte nicht alles aufgezeigt werden. Der Preisträger erhielt als Würdigung für seinen jahrzehntelangen Einsatz zugunsten der Natur den VONV-Preis in Form eines aufgeschnittenen Ammoniten.

Weitermachen ist selbstverständlich
Seine nunmehr 40-jährige Vorstandsarbeit sei für ihn keinen Grund, sich nun beim Naturschutz zur Ruhe zu setzen, so ein sichtlich gerührter Preisträger. «Solange ich nicht mit dem Rollator zu den Einsätzen gehen muss, so lange werde ich meine Kraft und Erfahrung weiterhin für die Natur zur Verfügung stellen», versprach Gerhard Schraner. Ein Versprechen, welches Meinrad Bärtschi mit den Worten kommentierte: «Wir freuen uns, uns hier in zehn Jahren wieder mit ihm zu treffen und sein 50-jähriges Wirken zu feiern. Und dabei werden wir dann erfahren, dass er weitermachen wird.»

Lau fen bu rgs Vi zea m ma n n Christian Rüede gratulierte dem diesjährigen Preisträger ebenfalls und dankte ihm für seinen Einsatz. Dass bereits mehrere VONV-Preisträger aus Sulz kommen, freute nicht nur ihn.


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