Es kehrt wieder Leben ein

Di, 02. Mär. 2021

Geschäftsleute freuen sich auf Kundinnen und Kunden

Nach einer Zwangspause von zehn Wochen dürfen seit gestern wieder alle Läden Kunden empfangen. Die Erleichterung ist gross.

Valentin Zumsteg

Nicht alle, aber zahlreiche Rheinfelder Ladeninhaber sind am Montag der Aufforderung der Detaillistenorganisation Pro Altstadt gefolgt und haben ihre Geschäfte schon am Morgen geöffnet. Die Zeit der Zwangspause ist damit – endlich – vorbei. Ab 20. Dezember 2020 mussten die Geschäfte, die keine Waren des täglichen Bedarfs verkaufen, auf Geheiss der Regierung schliessen; seit gestern, 1. März, dürfen sie wieder Kunden empfangen. Und tatsächlich kamen bereits am Morgen die ersten Kaufwilligen und sorgten für Umsatz.

«Optimistisch»
«Ich bin optimistisch. Ich glaube, dass es so etwas wie einen Nachholbedarf gibt. Die persönliche Beratung und der soziale Kontakt haben vielen Kunden gefehlt», erklärt Jolanda Schaffner vom «Wohnhuus». Die vergangenen Wochen seien nicht einfach gewesen: Im Januar habe sie nur rund einen Drittel des normalen Umsatzes gemacht, im Februar die Hälfte. «Die Kunden zeigten sich aber solidarisch und haben Bestellungen telefonisch oder online aufgegeben», erklärt Schaffner.

Ähnlich tönt es bei Claudine Hirt vom «Trag-Werke»: «Die vergangenen Wochen waren herausfordernd. Ich freue mich, dass wir jetzt wieder öffnen dürfen.» Auch sie ist zuversichtlich, dass die beträchtlichen Umsatzeinbussen zumindest teilweise wettgemacht werden können. «Nach dem ersten Lockdown im vergangenen Frühling konnten wir vieles wieder auf holen. Sehr schade war dann aber, dass wenige Tage vor Weihnachten ein zweiter Lockdown folgte», betont Hirt.

Der «Zweiblatt-Shop» in der Marktgasse durfte zwar in den vergangenen Wochen offenbleiben, aber nur einen Teil des Sortiments anbieten. «Das war nicht rentabel, aber wir wollten für unsere Kunden da sein», schildert Wilhelm Stoll. Er ist froh, dass jetzt wieder alle öffnen dürfen und es beim Sortiment keine Einschränkungen mehr gibt.

«Kunden freuen sich»
«Die Kunden freuen sich. Ich habe viele Mails bekommen», erzählt Ulrike Sammarchi vom «Kinderkram». Auch sie hat ihr Geschäft bereits am Montagmorgen geöffnet. Im Januar und Februar sei der Umsatz auf rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. «Wenn die Schliessung noch länger gedauert hätte, wäre es wohl für viele Geschäfte sehr eng geworden.»

Für den Detailhandel herrscht also seit Montag wieder so etwas wie Normalität. Deutlich düsterer sieht die Situation für die Gastronomie aus: Die Restaurants dürfen frühestens in drei Wochen wieder Gäste empfangen.

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