Ein grosses Strassenbauprojekt nimmt Fahrt auf

Do, 14. Jan. 2021
Da der Kaistenberg in Bewegung ist, müssen bei der Sanierung auch die Strassenränder speziell gesichert werden. Foto: zVg

Bis Herbst 2022 dauert die Sanierung der Kaistenbergstrasse

Am 18. Januar starten die Bauarbeiten an der Kaistenbergstrasse. Ab Sommer bleibt die Strecke – ausgenommen Postautos - für zirka ein Jahr für den Verkehr gesperrt.

Die gewundene Strasse von den Kaistenberghöfen bis eingangs Frick ist schon seit Jahren ein Flickwerk. Dazu kommt bei entsprechender Witterung auch immer wieder die Über- und Unterspülung der Fahrstrecke. Bei der Sanierung, die schon länger auf dem Radar der Kantonsverantwortlichen steht, sollen deshalb neben den Belagsarbeiten auch umfassende Sanierungsmassnahmen an den Fahrbahnrändern ausgeführt werden. Erstellt werden zudem Entwässerungsleitungen.

Bereits im vergangenen Jahr, von August bis Oktober, wurden diverse Vorarbeiten, darunter auch die Installationsplätze entlang der Strasse, gemacht. Vorbereitungsarbeiten sind es auch, mit denen am kommenden Montag, 18. Januar, in die voraussichtlich bis Herbst 2022 dauernde Sanierung gestartet wird.

Richtig los gehe es dann ab Anfang Februar, erklärt Projektleiter Fabian Gasser gegenüber der NFZ. Laut Mitteilung des Kantons ist geplant, während der gesamten Bauzeit an mindestens zwei Orten gleichzeitig zu arbeiten.

Das Sanierungsprojekt erstreckt sich auf eine Länge von rund 2500 Metern: Der Projektperimeter beginnt bei der Dorfausfahrt von Frick und endet bei den Kaistenberghöfen in Kaisten. Der bestehende Belag wird komplett entfernt und durch einen neuen zweischichtigen Belag ersetzt. Der bestehende Strassenkoffer wird – wo nötig – ersetzt oder ergänzt. Zwischen Belag und Kofferung wird eine Heissmischfundationsschicht eingebracht. Die Strasse wird auf eine einheitliche Strassenbreite von 6,20 Metern ausgebaut und mit tragfähigen Banketten beidseits versehen.

Neue Strassenentwässerung
Ein wesentlicher Bestandteil des Sanierungsprojekts wird die Erstellung neuer Entwässerungsleitungen für das Strassen-, Sicker- und Oberflächenwasser sein. Die Strassenentwässerung wird komplett neu erstellt. Die bestehenden Sickerleitungen werden komplett ersetzt und zusätzlich ergänzt, wo dies erforderlich ist. Anfallendes Wasser wird über die neuen Retensionsfilterbecken geführt und anschliessend in den Vorfluter geleitet. Die beiden Becken wurden im vergangenen Herbst als vorbereitenden Arbeiten erstellt.

Da der Kaistenberg in Bewegung ist, müssen die beiden Strassenränder speziell gesichert werden. Auf einer Länge von rund 1700 Metern wird der talseitige Rand mit einem rückverankerten Betonkopfriegel gesichert. Dabei werden vertikale Mikropfähle und Schrägnägel in den tragfähigen Untergrund gebohrt. In der ersten Kurve von Frick her ist zudem eine offene Bohrpfahlwand notwendig. Auf der Bergseite ist auf einer Länge von rund 500 Metern eine Kalksteinmauer vorgesehen, welche die Böschung entsprechend sichert.

Verkehrsführung und -umleitung
Die Bauarbeiten werden grundsätzlich halbseitig unter Einbezug von jeweils einer Lichtsignalanlage ausgeführt. Nach den ersten Etappen wird im Sommer 2021 der Kaistenberg für den Individualverkehr gesperrt. Es folgt dann eine signalisierte Umleitung. Die Postautos können während der gesamten Bauzeit fahrplanmässig verkehren.

Aufgrund der engen Platzverhältnisse wird die Kaistenbergstrasse während der gesamten Bauzeit für den Veloverkehr aus Sicherheitsgründen gesperrt. Es wird eine signalisierte Umleitung via FiBL und Ittenthal eingerichtet.

Um beim motorisierten Verkehr Schleichwege über Ittenthal oder von den Warthöfen (Kaistenberg) nach Oeschgen zu vermeiden, sollen dort temporär während der Sanierungszeit Tempo 30 gelten. Gegen die Tempolimite in Ittenthal sind Einsprachen eingegangen. Laut Gasser haben die Verhandlungen stattgefunden. Der Entscheid ist noch hängig. Weiter hält Fabian Gasser gegenüber der NFZ fest, dass man zusammen mit den Gemeinden beobachten werde, ob solche Massnahmen genügen werden

Die A bteilung Tief bau des Departement Bau, Verkehr und Umwelt und die am Bau Beteiligten setzen alles daran, die Beeinträchtigungen während der Bauzeit möglichst gering zu halten und bitten die Verkehrsteilnehmenden sowie die Anwohnenden um Verständnis für die unvermeidlichen Behinderungen. (mgt/sh)

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