Als Rap, zum Herunterladen oder «take away»

Di, 05. Jan. 2021
Die Sternsinger und Sternsingerinnen aus dem Fischingertal brachten ihre Botschaft dieses Jahr per Video.

Sternsingen in Zeiten von Corona

Seit ein paar Monaten läuft vieles anders als in anderen Jahren. Auch Traditionen wie das Sternsingen werden heuer aufgrund der Corona-Situation in einigen Fricktaler Gemeinden auf andere Art durchgeführt.

Janine Tschopp

Morgen ist der 6. Januar, Dreikönigstag. Normalerweise sind jetzt in vielen Ländern kleine Könige unterwegs, segnen die Häuser und sammeln für Kinder, welche in Not sind. Auch durch die Dörfer im Fricktal ziehen um diese Zeit üblicherweise viele Sternsingerinnen und Sternsinger, als Caspar, Melchior und Balthasar verkleidet.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) stuft das Sternsingen als religiöse Veranstaltung ein, das mit Schutzkonzept und unter Einhaltung der Hygienemassnahmen grundsätzlich durchgeführt werden darf. So gab es im Fricktal ein paar Gemeinden, wo auch dieses Jahr Kinder als Sternsinger durch die Strassen zogen. So zum Beispiel in Frick und Gipf-Oberfrick. «Die Leute freuen sich, dass das Sternsingen durchgeführt wird», erklärt Ulrich Feger, Pfarreiseelsorger von Frick. Wie das BAG vorschreibt, haben die Kinder ihre Verse nur gesprochen und nicht gesungen, und ab zwölf Jahren trugen sie eine Schutzmaske. «Zudem haben wir ein Video mit einem kleinen Rollenspiel und dem Segen aufgenommen», sagt Feger. Wer nicht zu Hause war, erhielt den Link zu diesem Video sowie einen Segenskleber in den Brief kasten. Auch in Zuzgen werden diese Woche (am Mittwoch, Freitag und Samstag) elf Sternsingerinnen und Sternsinger mit Schutzmaske unterwegs sein. Besucht werden nur die Haushalte, die sich angemeldet haben. «Statt zu singen haben wir den ‹Stern von Bethlehem› als Sprechgesang vorbereitet», berichtet Anja Koller, Begleitperson der Zuzger Sternsinger.

Video statt Hausbesuche
Im Fischingertal waren die kleinen Könige heuer nicht unterwegs. Wie Jeannette Näf, pastorale Mitarbeiterin Fischingertal, berichtet, wurde stattdessen ein Video aufgenommen. «Den Link dafür haben wir mit einem Schreiben und einem kleinen Spendencouvert an alle katholischen Haushalte versandt», erklärt Näf. Der Segenskleber konnte an einem der Sternsinger-Gottesdienste mitgenommen werden, der in Schupfart, Obermumpf, Mumpf und Wallbach am vergangenen Wochenende durchgeführt wurde. Dorothée Bamert, Mitorganisatorin des Helliker Sternsingens, berichtet, dass die Sternsinger in Hellikon heuer ebenfalls nicht unterwegs waren. Drei Könige und zwei Engel waren dafür am vergangenen Sonntag im Gottesdienst in Wegenstetten als Ministranten im Einsatz.

Sternsingen «take away»
In Zeiningen gibt es dieses Jahr «Sternsingen ‹take away›». «Unsere Sternsinger sind am Mittwoch- und am Samstagnachmittag live in der Kirche zu erleben», erklärt die Katechetin Bea Strässle. Zudem werde in der Kirche alle 20 Minuten ein Film gezeigt, in welchem die Besucher mehr über die Kinder in der Ukraine erfahren, für welche die Sternsinger dieses Jahr unterwegs sind. Ob in der Kirche, vor der Haustüre oder virtuell. Schliesslich geht es allen kleinen Königen hauptsächlich darum, möglichst vielen Leuten, auf welche Art auch immer, den Segen zu bringen und für Kinder zu sammeln, denen es nicht so gut geht wie ihnen.

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