Herber Schlag für das Parkresort Rheinfelden

Di, 29. Dez. 2020
Ausgebadet: Das Sole Uno ist wie viele andere Freizeitbetriebe derzeit geschlossen. Foto: zVg

Rund 15 Millionen Franken weniger Umsatz

Die Wellnesswelt Sole Uno im Parkresort Rheinfelden ist derzeit wegen Corona geschlossen. Im laufenden Jahr zählt der Badebetrieb insgesamt rund 200 000 Eintritte weniger als 2019.

Valentin Zumsteg

In den Wintermonaten und in der Zeit zwischen den Festtagen herrscht im Parkresort Rheinfelden und seiner Wellnesswelt Sole Uno normalerweise Hochbetrieb. In den Vorjahren konnten in dieser Periode pro Woche jeweils rund 15 000 Eintritte verbucht werden. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Seit vergangener Woche muss der Badebetrieb wegen Corona ganz geschlossen bleiben, so wie alle Freizeitbetriebe in der Schweiz. Diese Massnahme gilt vorerst bis 22. Januar 2021. Statt langer Schlangen vor der Tür herrscht jetzt gähnende Leere – wie schon während des Lockdowns im Frühling. Auch die vergangenen Monate und Wochen waren schon nicht einfach, denn wegen der Schutzmassnahmen durften deutlich weniger Leute eingelassen werden. Noch stärker gingen die Zahlen zurück, als zusätzlich abends nur noch bis 19 Uhr und sonntags gar nicht mehr geöffnet bleiben durfte.

Investitionen gestrichen
All dies schlägt sich in den Zahlen nieder. «In diesem Jahr verzeichnen wir im Sole Uno rund 312 000 Eintritte. 2019 waren es noch 508 000», erklärt Thomas Kirchhofer, Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates der Parkresort Rheinfelden Holding AG. In Spitzenjahren war es jeweils sogar rund 550 000 Eintritte. «Dieser Rückgang ist enorm», betont Kirchhofer. Er rechnet damit, dass sich der Umsatz der ganzen Gruppe, zu der unter anderem auch das Park-Hotel, die Klinik Salina sowie die Seniorenresidenz gehören, auf 35 bis 38 Millionen Franken reduzieren wird; in den Vorjahren waren es rund 50 Millionen Franken. Das bleibt nicht ohne Folgen. «Wir hatten für 2021 ursprünglich eine lange Liste mit geplanten Investitionen. Diese haben wir in der Summe um rund zwei Drittel gekürzt. Jetzt werden wir nur noch das machen, was absolut notwendig ist», schildert Kirchhofer.

Hoffen auf 2021
Von den rund 400 Angestellten des Parkresorts sind aktuell zirka 200 in Kurzarbeit. «Im Januar wird diese Zahl auf rund 220 steigen», erklärt Kirchhofer weiter. Während des Lockdowns im Frühjahr hat das Unternehmen den Lohnausfall für seine Mitarbeitenden ausgeglichen, das liege jetzt nicht mehr drin, so Kirchhofer. Das Park-Hotel ist weiterhin geöffnet und beherbergt auch einige Gäste. Der Betrieb in der Residenz läuft mehr oder weniger normal weiter. «Das sorgt für Stabilität», so Kirchhofer. Bei der Rehabilitationsklinik Salina wird ebenfalls gearbeitet. Weil in den vergangenen Wochen in den Spitälern Knie- und Hüftoperationen durchgeführt werden konnten, hat es auch Rehapatienten. Wie schon im Frühjahr wird in der Salina wieder eine Isolierstation für Corona-Patienten geführt, um die Akutspitäler zu entlasten. «Wir haben einzelne Patienten zugewiesen bekommen, wir hätten aber noch Kapazitäten.»

Abschliessend sagt Kirchhofer: «Wir sind ein solider Betrieb. Aber ein zweites solches Jahr würden wir nicht verkraften.» In den ersten Monaten des neuen Jahres rechnet er allerdings vorerst nicht mit einer deutlichen Verbesserung. «Wir sind darauf angewiesen, dass sich im Herbst 2021 der Betrieb normalisiert. Aber davon gehen wir aus.»

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