Die Windband in Rickenbach

Do, 15. Okt. 2020
Die Musikanten der Windband probten fleissig. Foto: zVg

Das Windband-Lager 2020 der Musikschule unteres Fricktal war dieses Jahr speziell. Einerseits gab es da diese unselige Covid-19-Pandemie, welche ihren Einfluss auf die Lagerplanung und -durchführung hatte, andererseits ging es in ein vollkommen neues Lagerhaus gleich um die Ecke, nämlich ins Ferienzentrum Waldegg bei Rickenbach BL.

Rückblickend kann man gleich zu Beginn zwei Feststellungen machen: Erstens wurde dem Corona-Virus durch die strikte Einhaltung des Schutzkonzepts von sowohl Lagerteilnehmern als auch Leitern nicht die geringste Chance gelassen. Maskenpf licht beim Leiterpersonal war an der Tagesordnung, eine klar geregelte Essensausgabe und selbstverständlich die Einhaltung der empfohlenen Abstände, um nur einige Regeln zu nennen.

Diese Schutzmassnahmen minderten das Erlebnis und den Spass jedoch nicht im Geringsten, so dass das Lager trotz Corona ein tolles und auch sicheres Erlebnis für alle Beteiligten sein konnte. Zweitens stellte sich die neue Örtlichkeit, welche übrigens der Heilsarmee gehört, als ein absoluter Hauptgewinn heraus. Zu Beginn herrschte zwar teils Verwirrung, da das Haus etwas verwinkelt ist und man sich erst einmal daran gewöhnen musste. Doch Gebäude und Innenausstattung sind absolut perfekt für ein Orchesterlager, mit zwei grossen Probesälen und zahlreichen kleineren, zum Musizieren einladenden Räumen. Auch die nahe Umgebung inklusive Garten konnte auf ganzer Linie überzeugen und die Aussicht erst recht.

Mini-Kiosk anstatt Einkaufen im Dorf
Das Leiterteam hatte eine unterhaltende Auswahl an Aktivitäten zusammengestellt, die man loben muss. Von einer Nachtwanderung im Fackelschein über einen probefreien Nachmittag mit vielfältigem Angebot an Sport und Spiel bis hin zu einem Filmabend und den stets passenden und liebevoll durchgeführten Tagesabschlüssen war alles dabei. Selbst einen von den Teilnehmern unterhaltenen Mini-Kiosk hatte man sich als Ersatz für die weggefallenen Einkaufsmöglichkeiten einfallen lassen. Für die sonstige Verpflegung wurde übrigens durch ein eigenes Küchenteam gesorgt.

Abschlusskonzert vor kleinem Publikum
Doch trotz all der grossartigen Angebote abseits der Musik lag der Fokus dann doch auf den Proben. Das Produkt der vielen geprobten Stunden konnte leider nur ein kleines Publikum am Freitag in Form des Abschlusskonzertes hören. Ein durchgehend spannendes Programm mit viel Abwechslung, dirigiert von Ed Cervenka und Julia Benz. Man hörte Marschmusik (Manhattan Beach, J.P. Sousa), Melodien aus dem fernen Afrika, Filmmusik aus zahlreichen bekannten Streifen, einen Klassikkulturschock in Form des «Hungarian Dance no. 5» von Brahms, die epische Saga vom Pilatus, dem «Drachenberg» und nicht zuletzt ein furioses Schlagzeugsolo bei «Industria». Als Finale spielten alle zusammen noch drei äusserst schöne Choräle und den rassigen Marche Creole als Zugabe.

Wer nun Lust und Interesse daran hat, die Windband und einen Teil des Lagerprogramms zu erleben, kann dies am 31. Oktober bei einem Gemeinschaftskonzert mit der Jugendband Wegenstettertal gerne tun, man achte sich jedoch auf Werbung mit Anweisungen bezüglich der Anmeldung. (mgt)

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