Viermal «G» auf dem Altenberg

Mi, 19. Aug. 2020
Rund 50 Personen traten der Genossenschaft Gartenberg bei. Foto: Peter Bircher

Die Genossenschaft Gartenberg für den gemeinschaftlichen Gemüseanbau wagte am letzten Samstag beim Bio-Hof der Familie Fabio und Irene Tanner in Wölflinswil die Gründung und den Auftakt für das neue Projekt. Nach einem Jahr der Planung, Beratung und Vorbereitung durch ein Gründungsteam fand der erfreuliche Start bei idealem Hochsommerwetter mit gegen 100 Interessierten statt. Viele erklärten gleich vor Ort die Mitgliedschaft.

Um was geht es?
Man will selber Hand anlegen, Gartenarbeit in der freien Natur leisten und gemeinschaftlich nicht nur Konsument sein, sondern zugleich Produzent. Auch ein krummes Rüebli soll essbar sein oder eine gerade Gurke. Man will wissen woher die Lebensmittel kommen und diese sollen verwertbar bleiben, nicht gleich im Abfall landen, wenn sie nicht der gängigen Norm entsprechen. Das gemeinschaftliche Werken braucht auch eine tragfähige Organisation und Finanzierung. Wer mitmacht wird Genossenschafter mit einem Anteilschein von 750 Franken. Eine Koordinationsgruppe (Verwaltung) mit sechs Mitgliedern führt die Organisation und ein Gartenteam sorgt für die kontinuierliche Bebauung (Anbauplan), die Hege und Pflege des Gemüsefeldes von rund 100 Aren. Eine 100-Prozent-Stelle für zwei Fachpersonen im Gemüsebau wird geschaffen und ebenso wichtig ist ein breites Engagement der Mitglieder, welche sich aus der näheren und weiteren Region, Fricktal und Raum Aarau, beteiligen können.

Bei Abschluss eines Gemüseabos wird rund 40 Mal in das örtliche Depot eine ansehnliche Wochenportion frisches Gemüse geliefert. Pro Jahr und Abonnement werden während rund acht halben Tagen Arbeitseinsätze geleistet. Jetzt, bei der Gründung kann man bereits mit 50 Mitgliedern rechnen und man will mittelfristig die Abonnentenzahl von 100 bis 120 erreichen. Das erste volle Gartenjahr wird sich im 2021 entwickeln.

Bei musikalischer Umrahmung, einem leckeren Buffet, das die Vielfalt im Gemüseanbau bestens präsentierte, vielen Informationen und regem Meinungsaustausch wurde klar: Start gelungen und vitale Kräfte können mit dem Gartenjahr 2021 das Projekt zur Entfaltung bringen. (bj/)

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