Stadtammann bekam Sondergenehmigung

Fr, 08. Mai. 2020
Zum Gratulieren gab es eine Genehmigung: Stadtammann Franco Mazzi (links) mit dem deutschen Oberbürgermeister Klaus Eberhardt nach dessen Wiederwahl. Foto: zVg

Die Grenze nach Deutschland ist für die meisten dicht. Selbst Behördenmitglieder kommen nicht so einfach über den Zoll. Doch es gibt Ausnahmen.

Valentin Zumsteg

Wie schafft es denn der Schweizer Stadtammann zu Corona-Zeiten auf die deutsche Seite? Diese Frage ist kürzlich in Badisch Rheinfelden aufgetaucht. Dort wurde am 26. April der bisherige Oberbürgermeister Klaus Eberhardt im Amt bestätigt (die NFZ berichtete). Einer der Gratulanten im deutschen Rathaus war der Schweizer Stadtammann Franco Mazzi, der auch ein kleines Geschenk überbrachte. Dabei handelt es sich um ein Original-Hufeisen eines Feldschlösschen-Rosses. «Viel Glück und auf weiterhin gute Zusammenarbeit. Stadt Rheinfelden/Schweiz», steht auf dem zugehörigen Holzschild. Das entsprechende Foto in der Badischen Zeitung warf bei einigen Bürgern die Frage auf, wie der Schweizer die ziemlich strikte Grenzschliessung überwinden konnte? Nun, fragen wir doch im Schweizer Rathaus nach: «Der regelmässige Austausch zu grenzüberschreitenden Themen und Projekten zwischen den beiden Rathäusern findet derzeit ausschliesslich per Telefon oder E-Mail statt. Eine Ausnahme gab es am Wahlsonntag. Stadtammann Franco Mazzi durfte mit einer Sondergenehmigung die Grenze am Sonntagabend passieren und seinem Amtskollegen, Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, zu dessen Wiederwahl gratulieren», erklärt Stadtschreiber Roger Erdin. Eine Sondergenehmigung hat also geholfen.

Stadt rechnet nicht mit baldiger Grenzöffnung
Bei der Stadt ist man derzeit nicht sehr optimistisch, dass die Grenze bald für alle wieder passierbar wird. «Wir gehen im Moment nicht davon aus, dass die Grenze in den nächsten Wochen geöffnet wird. Gemäss einem Interview von Bundesrätin Karin Keller-Sutter mit dem Schweizer Fernsehen haben im Moment im Grenzverkehr arbeitsmarktbezogene Lockerungen Priorität. Vor dem 18. Juni dürfe man nicht von einer Normalisierung ausgehen», hält Erdin fest. (vzu)

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