Coronavirus: Kanton Aargau bietet Elsass solidarische Hilfe an und übernimmt zwei Patienten

| Sa, 28. Mär. 2020

Gegenwärtig ist das Elsass deutlich schwerer vom Coronavirus betroffen als der Kanton Aargau.

Vor diesem Hintergrund hat der Koordination- und Steuerungsausschuss Coronavirus des Regierungsrats dem Hilfegesuch der französischen Behörden auf Übernahme von zwei schwer erkrankten Patienten aus dem Elsass in den Kanton Aargau zugestimmt. Der Ausschuss, bestehend aus Landammann Dr. Markus Dieth und Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati, betrachtet dies als Zeichen der gebotenen Solidarität.

Am Samstag, 28. März, trafen in Absprache mit Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati zwei Patienten aus Colmar per Helikopter im Kantonsspital Aarau ein. Beide müssen gegenwärtig intubiert werden und bedürfen voraussichtlich für mehrere Tage noch intensivmedizinischer Pflege. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes werden zu diesen Patienten wie zu den Aargauer Patienten keine näheren Angaben gemacht.

Es gibt auch aus dem schwer getroffenen Kanton Tessin das Bedürfnis, Patienten in die Deutschschweiz zu verlegen. Der Regierungsrat des Kantons Aargau ist auch hier bereit, solidarisch zu helfen. Der Kantonsärztliche Dienst wird mit dem Tessiner Kantonsarzt Patienten identifizieren und in den Aargau transportieren lassen.

Beide Akte der Solidarität schränken die Kapazität des Aargauer Gesundheitswesens zur Behandlung von Coronavirus-Patienten aus dem Aargau nicht nachhaltig ein. (mgt)

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