Sechs Einbrecher verhaftet: Besonders im unteren Fricktal gilt erhöhte Wachsamkeit

| Mi, 11. Dez. 2019

Gestern nahmen Polizei und Grenzwache gleich sechs mutmassliche Einbrecher fest. Gleichzeitig verzeichnet die Polizei viele Wohnungseinbrüche. Deren geografischer Schwerpunkt liegt im unteren Fricktal, das bisher in diesem Herbst eher verschont geblieben ist.

Einem Polizisten, der privat unterwegs war, stach am Dienstagnachmittag, 10. Dezember, in Windisch ein Audi mit französischen Kontrollschildern ins Auge. Darin sassen drei junge Frauen, die ihm verdächtig schienen. Eine Patrouille der Regionalpolizei Brugg stoppte den Wagen wenig später. Die vertiefte Überprüfung der Insassinnen anhand der Fingerabdrücke zeigte, dass zwei von ihnen wegen Einbruchs im Fahndungssystem zur Verhaftung ausgeschrieben waren. Zudem war eine von ihnen mit Einreisesperre belegt. Im Auto fand die Polizei Einbruchsutensilien und Diebesgut, welches von Einbrüchen stammen dürfte. Die Kantonspolizei Aargau nahm die drei mutmasslichen Kriminaltouristinnen für weitere Ermittlungen fest. Es handelt sich um zwei Serbinnen und eine Kroatin im Alter von 18, 19 und 23 Jahren.

Durch Grenzwache gefasst

Ebenfalls am Dienstagnachmittag kontrollierte eine mobile Patrouille der Schweizer Grenzwache in Kaiserstuhl einen Schweizer Mietwagen, der mit drei Kolumbianer im Alter von 31, 37 und 43 Jahren besetzt war. Abklärungen zeigten bald, dass einer von ihnen im Fahndungsregister zur Verhaftung ausgeschrieben war. Zudem war einer wegen Einbruchdiebstahls polizeibekannt. Obendrein stiessen die Grenzwächter im Auto auf Einbruchsutensilien. Die mutmasslichen Kriminaltouristen wurden anschliessend der Kantonspolizei übergeben, welche sie für weitere Ermittlungen festnahm.

Erhöhte Aktivität von Einbrechern

Die aktuellen Einbruchszahlen bestätigen die polizeilichen Erfahrungen, dass die Saison der Dämmerungseinbrüche in der Adventszeit nochmals einen Höhepunkt erlebt, um dann nach den Festtagen abzuflauen. So verzeichnete die Kantonspolizei Aargau allein gestern Dienstag zehn Wohnungseinbrüche. Deren geografischer Schwerpunkt liegt im unteren Fricktal, das bisher in diesem Herbst eher verschont geblieben ist. Noch ist unklar, ob von diesen Einbrüchen welche auf das Konto der gestern Festgenommenen gehen. Die Tatsache, dass sich die Tatzeit bei mehreren Delikten eindeutig nach der Festnahme eingrenzen lässt, zeigt, dass eine andere Täterschaft am Werk war.

Die Kantonspolizei Aargau mahnt nochmals zu einer erhöhten Wachsamkeit. Ein wichtiger Ratschlag lautet, das Licht so zu steuern, dass das Haus oder die Wohnung ab der Dämmerung beleuchtet ist. (mgt)

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