Eine Stube voller Weihnachten

Mi, 11. Dez. 2019
Urs und Eva Thomann stecken viel Zeit in ihre Weihnachtsstube. Der grosse Baum zum Thema «Erde» (links) ist bereits weitgehend geschmückt, auch der «Wasser»-Baum steht schon. Fotos: Valentin Zumsteg

Familie Thomann schmückt liebevoll 20 Bäume

Sie sind wahre Weihnachts-Enthusiasten: Familie Thomann aus Wallbach richtet jedes Jahr in einer ehemaligen Schreiner-Werkstatt eine grosse Weihnachtsstube ein. Besucher sind willkommen.

Valentin Zumsteg

Mehr Weihnachten geht fast nicht: Zwanzig Bäume stellen die Thomanns in der ehemaligen Schreiner-Werkstatt an der Bodenmattstrasse 12 in Wallbach auf. Alle liebevoll geschmückt. «Vergangenes Jahr haben wir die Kugeln gezählt. Es waren 1579 Stück, die in den Bäumchen hingen. Dieses Jahr werden es eher mehr sein», erklärt Urs Thomann. Zusammen mit seiner Frau Eva, den erwachsenen Kindern und zahlreichen anderen Helfern steckt er viel Herzblut in diese Weihnachtsstube.

«Der Baum sagt mir, welche Kugeln er will»
Vier der zwanzig Bäume sind beim Besuch der NFZ bereits weitgehend geschmückt. «Elemente» lautet das Oberthema in diesem Jahr. So gibt es beim Eingang einen «Wind»-Baum mit wenigen Kugeln, aber vielen Blättern. Ein paar Schritte weiter ist ein Baum dem «Feuer» gewidmet; schwarze, rote und orange Kugeln baumeln an den Ästen. Ins Auge sticht der «Wasser»-Baum, über dem ein Schirm aufgespannt ist. Die blauen Kugeln, die neben und oberhalb des Baumes hängen, symbolisieren den Regen.

Im Zentrum der grossen Stube steht schliesslich der mächtige Weihnachtsbaum, der die Erde symbolisiert. Hier sind braune Kugeln vorherrschend. Zwischen den Ästen tummeln sich aber auch Eichhörnchen, Vögel und andere Tiere. Selbst eine Straussenfeder ist zu entdecken. «Wenn ich einen Baum betrachte, sagt er mir, welche Kugeln er will», meint Urs Thomann mit einem Schmunzeln. Wichtig sei, dass man sich Zeit nehme und verschiedene Dinge ausprobiere. Die Thomanns können aus einem riesigen Fundus an Weihnachtsdekoration auswählen. «Wir haben schätzungsweise 10 000 Kugeln.» Laufend kommen neue dazu: «Wir kaufen eigentlich während des ganzen Jahres Kugeln. Das macht uns Freude.» Urs Thomann bezeichnet sich selbst als Weihnachtsfreak.

Freude schenken
Die Idee zur Weihnachtsstube stammt indes von Tochter Svenja, die ebenfalls eine grosse Weihnachts-Enthusiastin ist. «Früher durfte ich Zuhause nie den Baum schmücken, das hat immer der Vater gemacht», erzählt sie mit einem Lachen. Heute ist ihre Unterstützung herzlich willkommen. Familie und Helfer sind tagelang an der Arbeit. «Die Weihnachtsstube ist ein Gemeinschaftswerk. Zusammen schmücken wir die Bäume. Das ist sehr besinnlich. Stress und Hektik bleiben draussen», schildert Eva Thomann. Die Thomanns wollen sich und anderen eine Freude bereiten. «Viele Besucher erinnern sich in der Weihnachtsstube an ihre Kindheit. Besonders an jenen Moment, wenn sich die Tür zum Weihnachtszimmer zum ersten Mal öffnete und der Baum strahlte. Dieses Gefühl wollen wir den Leuten wieder vermitteln», betont Eva Thomann. Jahr für Jahr kommen mehr Besucher und geniessen bei einem Kaffee oder Glühwein die Geselligkeit und die besondere Atmosphäre. Der Erlös des Weihnachtscafés kommt einem ehemaligen Mitarbeiter von Urs Thomann zugute, der mit 32 Jahren einen Hirnschlag erlitt und heute in einem Pflegeheim lebt.

Übrigens: Die Weihnachtspracht bleibt bei den Thomanns traditionsgemäss lange erhalten. «Abgeschmückt wird erst Mitte bis Ende Januar.»

Die Wallbacher Weihnachtsstube der Familie Thomann an der Bodenmattstrasse 12 kann wie folgt besucht werden: Donnerstag und Freitag, 19. und 20. Dezember, von 18 bis 22 Uhr. Samstag, 21. Dezember, von 15 bis 22 Uhr. Sonntag, 22. Dezember, von 13 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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