Am Strassenrand auf Stellensuche

Fr, 27. Sep. 2019
«Es braucht Überwindung», erklärt Kurt Rolli. Er stellt sich mit diesem Schild an den Strassenrand. Foto: zVg

Arbeitsloser Rheinfelder gibt nicht auf

Seit bald zwei Jahren sucht der 59-jährige Kurt Rolli eine Stelle. Er hat schon fast alles ausprobiert – derzeit stellt er sich mit einem Schild an den Strassenrand und macht auf seine Situation aufmerksam.

Valentin Zumsteg

Im Mai hat die NFZ das erste Mal über Kurt Rolli berichtet. Mit Plakaten warb der Rheinfelder Familienvater damals um Arbeit. Denn der heute 59-Jährige ist seit Ende Oktober 2017 arbeitslos. Hunderte von Bewerbungen hat er geschrieben, doch vergeblich. «Es ist sehr frustrierend, wenn man sich auf eine Stelle bewirbt, die perfekt zu einem passen würde, aber nur Absagen erhält. Da spüre ich die Altersdiskriminierung», erklärt Rolli. Der diplomierte Postbeamte hat sich ein Leben lang weitergebildet. Er ist IT-affin, kennt sich bestens mit Apple-Computern aus und verfügt über Führungserfahrung. Vor Jahren liess er sich zudem zum Versicherungsvermittler VBV weiterbilden.

«Eine Verzweiflungstat»
Nach der Plakataktion und dem Zeitungsartikel hat sich an seiner Situation nichts Wesentliches geändert. «Ich wurde zwar vereinzelt kontaktiert und durfte meine Unterlagen einreichen, doch mehr ist daraus nicht geworden», erzählt der Vater einer erwachsenen Tochter. Ende Oktober droht ihm nun die Aussteuerung. Die Vorstellung, dass er und seine Frau in die Sozialhilfe abrutschen könnten, bereitet ihm schlaflose Nächte. «Ich will lieber Steuern zahlen, als von den Steuern anderer zu leben», betont er.

Damit es nicht soweit kommt, hat er nun eine neue Aktion gestartet. Er liess ein Schild drucken auf dem steht: «Suche Arbeit». Damit stellt er sich an den Strassenrand, um auf seine schwierige Situation aufmerksam zu machen und eine Arbeit zu finden. «Ich hoffe, dass mich jemand sieht, der mir eine Chance geben will. Ich bin offen für alles.» In den vergangenen Tagen hat er sich bereits in Liestal und zwischen Rheinfelden und Kaiseraugst hingestellt. «Das ist eine Verzweiflungstat. Es braucht Überwindung, um das zu machen. Aber ich möchte arbeiten», sagt er. In den kommenden Tagen will er sein Glück vor allem in Gewerbegebieten der Region versuchen. Die Hoffnung, dass sich irgendwo eine Türe öffnet, hat er noch nicht verloren.

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Kommentare

Die einzige Partei die die Einwanderung stoppen will und auch das Asylwesen, alle andern Parteien unternehmen nichts weil sie sich von den Eingewanderten neue Parteimitglieder erhoffen, die FDP will in die EU die anderen lieben und linken Parteien unternehmen nichts um den Asylstrom zi stoppen, leitragend ist die schweiz. Bevölkerung, nur das blöde Volk wählt diese Idioten trotzdem, heil dir Helvetia
Simone E: Ich finde es nicht angebracht die Situation eines Einzelnen als Plattform für SVP Propaganda zu nutzen. Das hilft ihm nicht weiter. In der SVP hat es viele Unternehmer - nutze Dein Engagement und Vermiitle Hrn Rolli einen Job! Gruss Peter Ettlin
Bilanz massloser Zuwanderung und einer EU-hörigen Schweizer Politik. Gerade in dieser Region gibt es jüngeres, günstigeres Personal en masse - auch aus dem angrenzenden Ausland - die demografische Entwicklung intensiviert diesen Übelstand. Die Politik sollte seinen steuerzahlenden Büezer wie Kurt Rolli mit sinnvollen Massnahmen vor solchen Situationen schützen (Durchsetzung Masseneinwanderungsinitiative SVP statt EU-freundliche umgesetzte Light-Version) Stattdessen planen das Gros der Politiker „in unserem Dienste“ unser erfolgreiches Land dem EU-Rahmenabkommen zu unterwerfen und werden damit nachhaltig unsere Werte und Vorteile zerstören! Es ist widerlich, wie sich der linke und „liberale“ Schweizer Politikermob derart gegen seine eigenen Bürger positioniert und dem EU-Diktatur gehorcht! Von der millionenschweren Asylindustrie mit teuren Eingliederungsprogramme für Wirtschaftsflüchtlinge (Eritrea) schon gar nicht zu sprechen! Ich wünsche Kurt Rolli, dass ihm jemand einen Anker zuwirft. Ich kenne und schätze ihn sehr. Und ich wähle SVP, die einzig wählbare Partei.

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