Hier kann immer noch kein Schiff anlegen

Do, 06. Jun. 2019
Die neue Anlegestelle weist Konstruktionsfehler auf. Fotos: Valentin Zumsteg

Die Schiffsanlegestelle in Rheinfelden ist zwar erneuert worden, doch Schiffe können dort derzeit nicht anlegen. Grund ist ein Konstruktionsfehler. Die Stadt reagiert vorerst mit einem Shuttle-Bus nach Kaiseraugst. Bald soll das Problem behoben sein.

Valentin Zumsteg

Das Wetter war in den vergangenen Tagen schön, der Rheinpegel genügend hoch – eigentlich wären die Bedingungen ideal für eine Schifffahrt nach Rheinfelden. Doch an der Anlegestelle im Zähringerstädtchen, die vor Ostern erneuert worden ist, können derzeit immer noch keine Schiffe anlegen. «Im Rahmen des Hochwassers vom 20./21. Mai 2019 sind Konstruktionsmängel an der neuen Schiffsanlegestelle festgestellt worden. Konkret ist die Stabilität des Pontons, das bei Hochwasser aufschwimmen und sich bei Niedrigwasser senken kann, mangelhaft», erklärt der Rheinfelder Stadtschreiber Roger Erdin gegenüber der NFZ.

«Keine zusätzlichen Kosten für die Stadt»
Die Stadt hat deshalb einen unabhängigen Experten beigezogen und bei der ausführenden Firma eine Nachbesserung verlangt. «Im Moment müsste die Abnahme des Bauwerkes verweigert werden», betont Erdin. Die Mängel sollen bis Ende Juni behoben werden. «Anschliessend ist geplant und von der Unternehmung zugesichert, dass die Ausbaggerungen erfolgen. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich zwei Wochen, so dass der Steg ab Mitte Juli von der Basler Personenschifffahrt angefahren werden kann», schildert Erdin. Da stellt sich die Frage, wer für die Mehrkosten aufkommen muss? «Wir erwarten, dass die Konstruktionsmängel durch die Verantwortlichen behoben beziehungsweise die Kosten dafür getragen werden. Der Stadt dürfen dadurch keine zusätzlichen Kosten erwachsen», so Erdin.

Bei der Erneuerung der Anlegestelle scheint überhaupt der Wurm drin zu sein: Denn wegen einer Intervention des Kantons konnte vor Ostern im Rahmen der damals laufenden Bauarbeiten die geplante Austiefung des Rheins nicht durchgeführt werden. Diese wurde aus Rücksicht auf die kieslaichenden Fische auf Juli verschoben.

Die Schifffahrt ist für den Tourismus-Ort Rheinfelden von Bedeutung. Es schmerzt die Verantwortlichen deshalb, dass momentan die Schiffe keine Besucher nach Rheinfelden bringen können. Die Stadt hat aber reagiert: «Für Gruppen, die bereits eine Fahrt nach Rheinfelden in Verbindung mit einer Stadtführung gebucht haben, hat Tourismus Rheinfelden einen Transfer organisiert», so Erdin.

Zudem gibt es seit dieser Woche am Dienstag, Donnerstag und Samstag einen Schiff-Ersatz-Shuttle zwischen Kaiseraugst und Rheinfelden. Die Stadt hat dies organisiert und trägt dafür auch die Kosten.


Shuttle-Bus nach Kaiseraugst

Die Schiffe der Basler Personenschifffahrt fahren drei Mal pro Woche ins Fricktal: jeweils dienstags, donnerstags und samstags. Die Strecke zwischen Kaiseraugst und Rheinfelden wird für Individualreisende, die nach Rheinfelden wollen, wie folgt ersetzt: Das Schiff aus Basel kommt um 12.55 Uhr an der Schiffstation Kaiseraugst an, fährt anschliessend nach Rheinfelden weiter, legt dort aber nicht an. Wer Rheinfelden besuchen will, kann auf den Shuttle-Bus umsteigen:
Shuttle-Bus Kaiseraugst-Rheinfelden 13.00 Uhr ab Kaiseraugst Schiffstation
13.15 Uhr an Rheinfelden Schifflände

Shuttle-Bus Rheinfelden-Kaiseraugst 13.45 Uhr ab Rheinfelden Schifflände
14.00 Uhr an Kaiseraugst Schiffstation
14.05 Uhr Ankunft/Abfahrt Schiff Kaiseraugst Schiffstation (Richtung Basel)

Shuttle-Bus Kaiseraugst-Rheinfelden 14.10 Uhr ab Kaiseraugst Schiffstation
14.25 Uhr an Rheinfelden Schifflände

Für Gruppen ab acht Personen organisiert Tourismus Rheinfelden in Zusammenarbeit mit der Stadt Rheinfelden auf Anfrage separate Transporte zwischen Rheinfelden und Kaiseraugst. (nfz)

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Kommentare

Und die wollen auch noch einen Steg bauen???

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