Neues Vier-Sterne-Hotel für 16 Millionen Franken geplant

Di, 07. Mai. 2019

In Rheinfelden soll ein neues Vier-Sterne-Hotel gebaut werden. 104 Zimmer und Apartments sind vorgesehen. Damit würde sich die Zahl der Hotelbetten im Zähringerstädtchen mehr als verdoppeln.

Valentin Zumsteg

Neue Hotels sind in Rheinfelden schon lange keine mehr gebaut worden. Zwar gab es vor ein paar Jahren im Rahmen der Überbauung Salmenpark Pläne für einen Hotel-Betrieb, doch diese haben sich zerschlagen. Jetzt soll am Gerstenweg 5, nicht weit von der Salmenpark-Überbauung entfernt, ein neues Vier-Sterne-Haus entstehen. Mathias Finck, geschäftsführender Inhaber der Basler Firma «Spar mit! Reisen», ist der Initiant des Projekts. Gestern Montag hat der 59-Jährige seine Pläne vorgestellt; bei der Präsentation war auch Stadtammann Franco Mazzi dabei.

Gastronomie mit 200 Plätzen
Finck, der in Mumpf wohnt, hat Grosses vor: Unter dem Titel «G 5» (passend zum Gerstenweg 5) soll ein sechsstöckiges Gebäude mit Tiefgarage entstehen. Vorgesehen ist ein Hotel mit 60 Doppelzimmern, vier Suiten sowie 40 Hotel-Apartments. Damit würde sich die Zahl der Hotelbetten in Rheinfelden mehr als verdoppeln. Zum Projekt gehören ein Selbstbedienungs-Restaurant mit rund 200 Plätzen, das rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr geöffnet sein soll, sowie eine Hausbrauerei mit Biergarten. Weiter sind ein Kiosk, eine Backstation und ein Souvenirshop geplant. Eine Miniaturwelt «Der kleine Rhein» soll im Restaurant zur Attraktion werden, sie umfasst ein rund 50 Meter langes Flussmodell. «Die Gäste essen und trinken quasi direkt am Rheinufer», erklärt Finck. Darüber hinaus plant er ein kleines Museum «Kunst am Rhein» mit Werken zeitgenössischer Künstler, die am Fluss wohnen. Seine Firma «Spar mit! Reisen» mit rund 85 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern will Finck von Basel nach Rheinfelden zügeln und im ersten Obergeschoss des Neubaus unterbringen. Im Erdgeschoss wird dazu ein Reisebüro eingerichtet. Das Investitionsvolumen für das ganze Projekt beziffert Finck auf rund 16 Millionen Franken. Das Land ist bereits seit 2008 in seinem Besitz. Die geplanten 40 Apartments mit je zwei Zimmern und 35 Quadratmetern Fläche will er im Stockwerkeigentum verkaufen. Die Preise liegen bei 250 000 bis rund 300000 Franken. Die Vermietung, der Betrieb und der Unterhalt der Apartments erfolgt über das Hotel. Den Käufern verspricht er eine jährliche Rendite von 3,6 Prozent sowie 30 Übernachtungen zum Eigengebrauch. «Die Zielgruppe für die Vermietung der Apartments sind Geschäftsleute, Expats und Urlauber», so Finck. Er besitzt in Badenweiler mit dem «Fini Resort» bereits ein Hotel. Rheinfelden hält er touristisch für «völlig unterverkauft».

Über 100 Arbeitsplätze
Stadtammann Franco Mazzi freut sich über das Projekt: «Es bringt insgesamt über 100 zusätzliche Arbeitsplätze und viele neue Hotelbetten nach Rheinfelden. In den vergangenen Jahrzehnten mussten wir uns daran gewöhnen, dass viele Hotelbetten verschwunden sind.» Er hofft, dass ein Baugesuch eingereicht wird, das die Stadt zügig bewilligen kann. Wenn alles rund läuft, soll der Baubeginn im März 2020 erfolgen. Mit der Eröffnung wäre dann im Frühjahr 2021 zu rechnen.

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