Miteinander geht es besser

  14.05.2019 Rheinfelden, Fricktal

Feierliche Eröffnung der regionalen Gewerbeausstellung in Rheinfelden

Erstmals führen die sechs Gewerbevereine des unteren Fricktals gemeinsam eine Gewerbeausstellung durch. Mit vielen Gästen ist die Expo19 am Freitagnachmittag eröffnet worden. Bis am Sonntagabend zeigen rund 120 Firmen und Institutionen ihre Dienstleistungen und Produkte.

Valentin Zumsteg

Es war viel Arbeit nötig, bevor die Expo19 am Freitagnachmittag eröffnet werden konnte. Umso freudiger stiessen die Gewerbetreibenden aus dem unteren Fricktal mit den vielen geladenen Gästen auf den gemeinsamen Grossanlass an. «Es ist grandios, was die Aussteller alles zeigen», sagte OK-Präsident Raymond Keller.

Für Aufmerksamkeit sorgen
Der Rheinfelder Stadtammann Franco Mazzi gratulierte dem Organisationskomitee und sprach von einer «sehr eindrücklichen Leistungsschau von Gewerbetreibenden aus der ganzen Region – und dies im Herzen von Rheinfelden.» Das aktive Gewerbe lasse sich durch Probleme nicht entmutigen. «Mit Ideen und Kreativität werden gute Lösungen gefunden», so Mazzi. Besonders hob er die Berufsschau, die während der Expo19 durchgeführt wird, hervor: «Das zeigt, dass das Gewerbe nicht nur an das Hier und Jetzt denkt, sondern auch an die Ausbildung des Berufsnachwuchses. Das ist wichtig, denn das Fricktal boomt.»

Anita Kym, Präsidentin des Gewerbevereins Möhlin und Umgebung, lobte das gute Miteinander unter den sechs beteiligten Gewerbevereinen: «Wir haben miteinander beschlossen, eine regionale Gewerbeschau in Rheinfelden durchzuführen.»

Kurt Schmid, Präsident des Aargauischen Gewerbeverbandes, sorgte mit einer Glocke für Aufmerksamkeit. Dies sei auch die Aufgabe einer solchen Ausstellung: für Aufmerksamkeit zu sorgen.

«Am besten gleich vom Dorfschreiner»
Lobende Worte für die Organisatoren der Expo19 fand Landammann Urs Hofmann: «Mit der Expo19 folgen sie einem der Megatrends des nächsten Jahrzehnts: der Re-Lokalisierung. Es ist der Gegentrend zur Globalisierung und Digitalisierung, wo man näher zueinander rückt, aber nur virtuell.» Gerade heute gehöre der persönliche Kontakt – sei es im privaten oder geschäftlichen Bereich – zu den zentralen Erfolgsfaktoren. «Nicht nur das schnelle Geschäft zählt hier, sondern auch der Aufbau guter und dauerhafter Kundenbeziehungen, die dazu beitragen, dass man sich in einer Region wohlfühlt, hier nicht nur wohnt, sondern auch einkauft und ausgeht.» Dazu komme, so Hofmann, dass die Klimaveränderung unser Konsumverhalten verändern werde. «Für das Gewerbe heisst das, dass regional hergestellte Produkte stärker gefragt sein werden. Man entscheidet sich bewusst gegen einen Tisch aus Tropenholz und leistet sich dafür einen Tisch aus heimischem Buchenoder Eichenholz. Am besten gleich vom Dorfschreiner», sagte Hofmann. Die Expo19 nehme das uralte und erfolgreiche Prinzip des Marktplatzes auf. «Im digitalen Zeitalter mag das zuweilen etwas anachronistisch anmuten, da bekanntlich der grösste Marktplatz das Internet ist.» Aber der physische Marktplatz setze auf das Regionale. «Es ist deshalb richtig und wichtig, dass Sie sich dafür entschieden haben – trotz unzähliger Internetplattformen – einen eigenen Markt hier vor Ort auf die Beine zu stellen.»

Und dann um 17 Uhr war es soweit: Das Band am Eingang wurde feierlich durchschnitten. Damit ist die Gewerbeausstellung, an der rund 120 Firmen und Institutionen ihre Produkte und Dienstleistungen zeigen, für die Besucherinnen und Besucher eröffnet. Bis am Sonntagabend wird viel zu sehen und zu erleben sein.


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