Leben im Fischingerbach

Mi, 17. Apr. 2019

«Leben im Fischingerbach»: Kürzlich fanden sich über 40 Personen zu dieser Führung, organisiert vom Naturschutzverein Schupfart, ein.

Verstecktes Nest
Am Bach zeigte der versierte Leiter Meinrad Bärtschi aus Gansingen ein Präparat der Wasseramsel. Sie ist der einzige Singvogel, der tauchen kann und seine Nahrung wie Krebschen, Köcherfliegenlarven und andere Insekten auf dem Grund vom Gewässer erbeutet. Ihr Nest ist gut versteckt am Bachbord unter Wurzelstöcken, hinter Wasserfällen und manchmal auch in speziellen Nistkästen. Wie wichtig ein Bach als Lebensraum und Wanderweg für viele Tiere ist, wurde eindrücklich an vielen Beispielen erklärt. Entlang dem Fischingerbach zeigte sich auch die Gebirgsstelze, eine Vogelart, die an Gewässer stark gebunden ist und hier auch brütet.

Blick ins Wasser
Spannend war es dann, als einige Steine im Bach umgedreht wurden. Viele Bachflohkrebse, Köcherfliegenlarven, Eintagsfliegenlarven und andere Kleintiere zogen die Aufmerksamkeit auf sich. Wo sind aber die Forellen, die diese Tierchen als Nahrung nutzen? Es wurden keine gesehen, der letzte warme Sommer mit sehr wenig Wasser hat ihnen vermutlich das Leben schwer gemacht. Unterwegs wartete dann eine Zwischenverpflegung mit Kaffee, Tee, Getränken und Kuchen, die von Mitgliedern des Naturschutzvereins bereitgestellt wurden. Viel zu sehen gab es nachher bei den Mühleweihern zwischen Schupfart und Obermumpf: Kaulquappen vom Grasfrosch, laichende Erdkröten, junge Feuersalamander, Berg- und Fadenmolche, Wasserschnecken und vieles mehr rundeten diese äusserst interessante Exkursion ab. Es war ein eindrücklicher Morgen, der den Kindern und Erwachsenen in bester Erinnerung bleibt. (mgt)

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