Es hat noch viel Platz im Berufsbildungszentrum

Do, 10. Jan. 2019

Das neue Schulhaus im Rheinfelder Engerfeld, das rund 20 Millionen Franken gekostet hat, konnte am Montag termingerecht in Betrieb genommen werden. Bis nach den Sommerferien sollen auch die bestehenden Anlagen saniert sein.

Valentin Zumsteg

Die erste Bewährungsprobe hat das neue Schulhaus im Engerfeld überstanden: Am Montag nahm das Berufsbildungszentrum Fricktal (BZF) in den neu erstellten Räumlichkeiten den Schulbetrieb auf. Auch die neue Mensa stellte erstmals ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis, rund 150 Essen konnten über die Mittagszeit abgegeben werden. Zwar sind noch nicht alle Arbeiten gänzlich abgeschlossen und die Mensa ist noch nicht mit den richtigen Stühlen ausgerüstet, doch der Neubau konnte termingerecht der Schule übergeben werden. «Wir freuen uns ausserordentlich, dass wir dieses wichtige Etappenziel erreicht haben», sagte der Rheinfelder Stadtrat Hans Gloor am Montagabend anlässlich einer kleinen Feier. Vertreter der Stadt und der an der Kreisschule Unteres Fricktal (KUF) beteiligten Gemeinden Kaiseraugst, Magden, Mumpf, Obermumpf, Olsberg, Schupfart, Stein und Wallbach waren zu einer Besichtigung eingeladen. Ebenso die Lehrerschaft und die Abwarte. «Es ist ein wunderschönes, gelungenes Haus entstanden», sagte Gloor. Dieser Meinung waren auch die Besucher: «Es ist modern und es passt zur bestehenden Schulanlage», sagte ein Lehrer.

«Wir haben die Kosten im Griff»
Wie Stadtbaumeister Urs Affolter ausführte, gehen die ersten Pläne für die Erweiterung der Schulanlage im Engerfeld auf das Jahr 2010 zurück. Im August 2017 konnte der Spatenstich für den Neubau erfolgen und kurz vor Weihnachten 2018 zügelte das Berufsbildungszentrum bei laufendem Schulbetrieb in den Erweiterungsbau.

Für den Neubau und die Sanierung hatte die Rheinfelder Gemeindeversammlung vor drei Jahren einen Kredit von 30 Millionen bewilligt. Gemäss Affolter entfallen davon rund zwei Drittel auf den Neubau und der Rest auf die Sanierung der bestehenden Anlage, die bereits begonnen hat. «Wir haben die Kosten im Griff. Ich hoffe, das bleibt auch so bei der Sanierung», sagte Affolter. Da das Berufsbildungszentrum Fricktal den Neubau bezogen hat, erhält die Kreisschule mehr Platz im bestehenden Bau. Bis nach den Sommerferien 2019 sollen dort die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein. Ab dann werden auch die Oberstufenschüler aus Magden, dem Fischingertal und Stein den Unterricht in Rheinfelden besuchen.

Platz für 1200 Lernende
Hans Marthaler, Rektor des Berufsbildungszentrums, freut sich über den Neubau. In seiner kurzen Ansprache hielt er ein Plädoyer für die Berufslehre und die Berufsschule: «Das BZF ist die einzige weiterführende Schule auf der Sekundarstufe 2 im Fricktal. Es ist für die Region von grosser Bedeutung, dass dieser Königsweg der Ausbildung hier angeboten werden kann.» Die duale Ausbildung sei wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg der Schweiz; sie trage dazu bei, dass die Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich tief sei. «Damit es so bleibt, brauchen die Berufsschulen eine moderne Infrastruktur. Diese hat Rheinfelden hier ermöglicht», so Marthaler. Im BZF werden derzeit rund 700 Schülerinnen und Schüler in zehn verschiedenen Berufen unterrichtet, weniger als auch schon. Wie Marthaler betonte, hat es im neuen Schulhaus Platz für rund 1200 Lernende. «Ich bin überzeugt, dass es noch einige Berufe gibt, die gut hierher passen würden. Man muss es nur wollen», sagte der Rektor im Hinblick auf die derzeit laufende Diskussion um die Berufsschul-Standorte im Aargau. Wie auch immer die Regierung und der Grosse Rat in dieser Frage entscheiden: Rheinfelden hat mit dem Neubau gute Voraussetzungen für den Weiterbestand des Berufsbildungszentrums Fricktal geschaffen.

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