Wer macht die schönsten Flammenbilder?

| Di, 20. Feb. 2018

Wie jedes Jahr wurde die Fasnachtszeit in Wittnau mit dem Fasnachtsfeuer, ein friedlicher Wettstreit der beiden Dorfhälften, abgerundet.

von Irene Müller

Nach zwei Tagen fleissigem Vorbereiten und fröhlichem Beisammensein ertönte am Sonntagabend um Punkt 20 Uhr der Startschuss für die Fackelzüge und das Anzünden der Flammenschriften. Einmal mehr gab es eindrückliche Bilder zu bestaunen. Auf dem Homberg hatten die Unterdörfler ein zirka 16 x 14 Meter grosses Gerüst aufgestellt und mit 100 Fächteli versehen. Brennend zeigten sie den Zuschauern auf der anderen Talseite ein grosses Baustellenschild mit einem schaufelnden Mann darin. Das bewegte Bild wies auf die Sanierung der Kantonsstrasse hin, die noch in diesem Jahr vollzogen werden soll. Ein Teil des Fackelzuges bildete ausserdem einige Minuten lang die Nummer der betroffenen Strasse: K488. Wie üblich präsentierten die Unteren auch die Jahreszahl am Berg, indem einige Fackelträger eigens dafür angefertigte Wellenhaufen anzündeten. 

Bei den Oberdörflern erstrahlte am Limperg ein Adler zusammen mit der Zahl 30. Das Wittnauer Wappentier stand für das 30-Jahre-Jubiläum der Dorfzeitung, deren Namen «Adlerauge» ebenfalls in Feuer geschrieben stand. Für die beiden Bilder hatten die Oberen rund 200 Fächteli angefertigt. Angezündet werden die Sujets jeweils traditionellerweise von den Hochzeitspaaren, die im letzten Jahr geheiratet haben. Unterdörfler zünden bei den Unteren an, Oberdörfler bei den Oberen. Dabei gibt es natürlich auch Fälle, in denen ein Unterdörfler mit einem Oberdörfler den Bund fürs Leben schliesst. Dieses Jahr war es wieder einmal so weit und so musste sich ein Paar aufteilen, um seine jeweilige Dorfhälfte zu unterstützen. Mit der deshalb ungeraden Anzahl von 7 Anzündern im Oberdorf und 5 Anzündern im Unterdorf verlief dennoch alles reibungslos.

Wie immer ist man sich nicht ganz einig darüber, wer in diesem Jahr den Wettbewerb um das bessere Fasnachtsfeuer gewonnen hat. In der Unterdörfler City Beiz eingangs Dorf tönte es klar nach einem Sieg der Unteren. Wenn man sich aber im Restaurant Krone umhörte, das im Oberdorf steht, sah es eher nach einem Sieg der Oberen aus. Gut, dass es noch die Hanoi-Bar gibt, wo die Unter- und Oberdörfler gleichermassen willkommen waren und die Angelegenheit bis in den Morgengrauen ausdiskutieren konnten.

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