Kuhn Rikon übernimmt «Rheinfelder Keramik»

| Do, 29. Jun. 2017

Per 18. August verkauft Familie Kuster die «Rheinfelder Keramik» an den Töpfe- und Pfannenhersteller Kuhn Rikon. Die Mitarbeiter werden übernommen, der Standort Rheinfelden bleibt erhalten.

Von Valentin Zumsteg

Eine Ära geht zu Ende: Seit rund 40 Jahren ist die «Rheinfelder Keramik», die einst von der Familie Zahner gegründet wurde, im Besitze der Familie Kuster. Bruno und Ariane Kuster führen das Unternehmen – das  für sein Geschirr mit Schellen-Ursli-Motiven im ganzen Land bekannt ist - erfolgreich. Doch nicht mehr lange. Per 18. August übernimmt Kuhn Rikon die «Rheinfelder Keramik». Letzte Woche sind die Verträge unterzeichnet worden.

«Es geht um die Zukunftssicherung der Firma», erklärt Bruno Kuster gegenüber der NFZ. Aus gesundheitlichen Gründen sieht er sich gezwungen, kürzer zu treten. Deswegen plante er schon seit rund zwei Jahren, das Unternehmen in neue Hände zu geben. Da sich keine familieninterne Lösung ergab, schaute er sich nach externen Interessenten um. «Ich glaube, wir haben mit Kuhn Rikon den idealen Partner gefunden. Das Unternehmen übernimmt alle unsere Mitarbeiter und es steht zum Standort. Die Manufaktur wird in Rheinfelden oder der Region bleiben», sagt Kuster.

Das Land am Rheinfelder Weidenweg, auf dem das Firmengebäude steht, ist heute im Besitz der «International School Rheinfelden». Falls die Schule die Parzelle in absehbarer Zeit selber benötigt, muss ein neuer Standort gesucht werden. Dieser solle aber wieder in Rheinfelden oder der Region sein. Die «Rheinfelder Keramik» beschäftigt in Rheinfelden derzeit rund zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, etwa gleich viele sind es am zweiten Standort in der Slowakei.

Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, erklärt Kuster. «Wir hatten auch lukrativere Angebote, dann wäre die Produktion aber ins Ausland verlagert worden. Das kam für uns nicht in Frage. Kuhn Rikon ist das Beste, was uns passieren konnte», sagt Kuster. Er wird noch rund 18 Monate für Kuhn Rikon als Berater tätig sein.

Trotzdem: «Der Verkauf fällt uns nicht leicht. Wir konnten aber sicherstellen, dass es weitergeht. Das erleichterte uns den Entscheid sehr», betonen Ariane und Bruno Kuster. Bisher hat die «Rheinfelder Keramik», eine der letzten Manufakturen dieser Art in der Schweiz, nur für den heimischen Markt produziert. «Mit dem neuen Besitzer gibt es neue Möglichkeiten. Kuhn Rikon exportiert in über 40 Länder. Die Marke Rheinfelder Keramik hat Potential», ist Kuster überzeugt. 

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