«Sürmelgugge» brachte das Gässli zum Beben

| So, 21. Feb. 2016
Die «Sürmelgugge» und der Gässli-Peter. Foto: zVg

«E Lache, e Lächle, e ganz glains Schmunzle, vertribt doch mängi Sorgerunzle.» In Magden genossen die Gottesdienstbesucher am Sonntag den ersten Gottesdienst in dieser Form: Von der Begrüssung über die Predigt bis hin zum Segen wurde alles in Versform vorgetragen.

Anstatt des gewohnten Pfarrers stand ein Narr vor dem Rednerpult. Der Gässli-Peter vertrat die Ansicht, dass auch der Herrgott nichts gegen die Fasnacht einzuwenden hat:

«I dängg ass är is d Fasnacht loot

Wenns nit uff Chöschte vo anderne goot.

Und tue ich’s mir so rächt iberleege

So kemme mir ihm sogar entgeege.

Well dr Erscht jo schnell zem Letschte cha wärde

Und zem Letschte die erschte uf dere Ärde.

A dr Fasnacht chasch jo si wär d wottsch

E hochschtudierte wird zum Dotsch

E Ma wird e Frau und e Frau e Ma

Und niemerds steert sech gruusig dra

E Wirschtli wird pletzlig e grosse Siech

Macht Sache wo-n-er sunscht nie miech

E Naar wird e Papscht und e Pfaff wird e Naar

Und nymme isch vo vornherein glaar.»

Die Gottesdienstbesucher verlangten schon jetzt eine Neuauflage im nächsten Jahr. Und bejubelten am Schluss die «Sürmelgugge». (mgt)

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