Trotz wenig prickelnder Traktanden, Fussball-WM und hohen Temperaturen, fanden sich am Montagabend 97 von 3659 Fricker Stimmberechtigten in der Mehrzweckhalle 1958 zur ersten Montags-Gemeindeversammlung unter dem neu zusammengesetzten Gemeinderat ein.
Simone Rufli
Der Montag hatte ...
Trotz wenig prickelnder Traktanden, Fussball-WM und hohen Temperaturen, fanden sich am Montagabend 97 von 3659 Fricker Stimmberechtigten in der Mehrzweckhalle 1958 zur ersten Montags-Gemeindeversammlung unter dem neu zusammengesetzten Gemeinderat ein.
Simone Rufli
Der Montag hatte bei einer Bevölkerungsumfrage den grössten Zuspruch erhalten. Nicht nur der Wochentag feierte Premiere, auch für die beiden Gemeinderätinnen Ramona Bernet und Alexandra Leimgruber war es die erste Gemeindeversammlung nach ihrer Wahl in die Fricker Exekutive. Ein sanfter Einstieg wie sich herausstellen sollte. Zum einen, weil sämtliche Anträge des Gemeinderates Zustimmung fanden – darunter die Jahresrechnung 2025, über deren erfreuliches Ergebnis der Gemeinderat bereits im März informiert hatte (die NFZ berichtete). Die Steuererträge stiegen auf gut 20 Millionen Franken. Die Selbstfinanzierung, dank welcher Schulden abgebaut werden können, betrug 4,5 Millionen. Dadurch sanken die Nettoschulden von 14,5 auf 10,7 Millionen Franken und die Pro-Kopf- Verschuldung auf 1738 Franken und damit deutlich unter den vom Kanton empfohlenen Richtwert von 2500 Franken. Angenehm war der Einstieg für die beiden neuen Gemeinderätinnen zum anderen, weil Gemeindeammann Daniel Suter die Versammlung bereits nach 70 Minuten schliessen konnte.
Neues Fahrzeug und Strassenbau
Genehmigt wurden neben der Jahresrechnung – zur Annahme empfohlen von der ebenfalls neuen Präsidentin der Finanzkommission (Fiko) Anina Sax – und dem Rechenschaftsbericht auch zwei Verpf lichtungskredite: für den Ersatz des 21-jährigen Tanklöschfahrzeugs der Stützpunktfeuerwehr Frick und für die Instandsetzung des Durchlasses des Feihalterbachs in der Geissgasse. Dort auf rund 40 Metern ist die Decke des Kanals aufgrund der starken Belastung durch den Verkehr in einem schlechten Zustand. Für die Instandsetzung inklusive Verlegung der Wasserleitung genehmigte die Versammlung einen Kredit von brutto 839 000 Franken. Da die Geissgasse eine Kantonsstrasse ist, trägt der Kanton die finanzielle Hauptlast. Der Anteil der Gemeinde beläuft sich auf 35 Prozent. Die Ausführung der Arbeiten ist für den Sommer 2027 vorgesehen, die vierwöchige Vollsperrung für die Zeit der Sommerferien eingeplant.
Auch die Kreditabrechnungen «Vorbereitung Umsetzung Schulraumplanung» und «Planung rückwärtige Bahnhoferschliessung» wurden genehmigt, wobei Anina Sax namens der Fiko den Wunsch äusserte, Zusatzkredite möchten in Zukunft frühzeitig zur Genehmigung vorgelegt werden.
Kurzfristig vier Anträge eingegangen
Kurz vor Versammlungsbeginn waren beim Gemeinderat vier Anträge zum Traktandum 5, «Genehmigung des revidierten Gebührenreglements zum Benützungsreglement für die öffentlichen Räume, Plätze, Schulund Sportanlagen» eingegangen. Weil alle vier Anträge in die gleiche Richtung zielten wie der ursprüngliche Antrag des Gemeinderates, unterstützte dieser die Anträge. Die Versammlung stimmte den Präzisierungen in der Folge einstimmig zu.
Unter dem Traktandum «Verschiedenes» informierte Daniel Suter über den Stand bei den Grossprojekten. Beim Ersatzneubau Hallenbad wird eine regionale Beteiligung und wenn möglich eine Unterstützung durch den Kanton angestrebt. Für die Weiterentwicklung des Bahnhofs wurde nach Ausschreibung ein Planer bestimmt und der Ersatzneubau der Mehrzweckhalle wurde aus finanziellen Gründen auf die nächste Legislatur verschoben.
Die Versammlung schloss mit dem traditionellen Jahresrückblick, zusammengestellt von Paul Gürtler und einem Apéro.