18 Musikgesellschaften und Orchester aus Tschechien, der Slowakei, Ungarn, der Ukraine, Litauen, Mexiko und der Schweiz nahmen am 35. Festival der Blasorchester «Zlota Lira» in Rybnik teil. Unter ihnen die MG Sulz.
Um 03.15 Uhr startete kürzlich die Reise der Musikgesellschaft Sulz (MG ...
18 Musikgesellschaften und Orchester aus Tschechien, der Slowakei, Ungarn, der Ukraine, Litauen, Mexiko und der Schweiz nahmen am 35. Festival der Blasorchester «Zlota Lira» in Rybnik teil. Unter ihnen die MG Sulz.
Um 03.15 Uhr startete kürzlich die Reise der Musikgesellschaft Sulz (MG Sulz) ins 1000 Kilometer entfernte Rybnik in Polen. Begleitet von Veteranen und Ehrenmitgliedern ging es per Bus zum Flughafen Zürich. Als Erkennungsmerkmal für die gesamte Reise dienten rote Hüte mit weissen Hutbändern – ein Symbol für die Landesfarben der Schweiz und Polens. Nach der Flugpremiere inklusive Sondergepäck für die Instrumente landete die Gruppe in Krakau und reiste weiter nach Rybnik.
Am Festival der Blasorchester «Zlota Lira», das 2026 zum 35. Mal ausgetragen wurde, nahmen 18 Orchester aus verschiedenen Ländern teil. Der Kontakt kam über Georg Weiss zustande, den Vater des Sulzer Dirigenten Jochen Weiss, welcher die Wettbewerbsjury präsidierte.
Höhepunkt Europahymne
Gleich nach der Ankunft wechselte die MG Sulz in die Musikuniform. Um 14 Uhr begann der offizielle Eröffnungsumzug durch die Innenstadt. Beim anschliessenden Festakt auf dem Marktplatz stellte sich der Verein mit einem Ausschnitt aus «Crazy train» vor. Der emotionale Höhepunkt war das gemeinsame Spiel der Europahymne aller Orchester. Nur eine Stunde später folgte das Platzkonzert: Jeweils zwei Vereine musizierten abwechselnd auf der Bühne. Die MG Sulz unterhielt das Publikum gemeinsam mit der späteren Festivalsiegerin, der Harmonie Sternberk aus Tschechien, mit Stücken wie «The Incredibles» und «From Lucerne to Weggis». Den Abend liessen die Schweizer Musiker gesellig auf dem Marktplatz ausklingen.
Untergebracht war die Gesellschaft in einer idyllischen Hotelanlage an einem Stausee. Am Samstag folgte der eigentliche Wettbewerb im Theater von Rybnik. Während des halbstündigen Konzertvortrags präsentierte die MG Sulz fünf Stücke. Besonders «Rosmarie» stach heraus, da eine Passage von einem Männerchor im traditionellen «Sennechuteli» gefühlvoll gesungen wurde und für andächtige Stimmung sorgte.
Abschluss im Amphitheater
Der begehrte Pokal ging an die Harmonie Sternberk, die perfekte 100 Punkte erreichte. Die MG Sulz landete mit soliden 72 Punkten auf dem 6. Rang und wurde mit einem silbernen Band ausgezeichnet. Den musikalischen Abschluss bildete ein Auftritt im Amphitheater des Parks Henryka Czempiela in Niedobczyce, wo die Orchester unter der Konzertmuschel nochmals ihr Können zeigten.
Zum Abschluss der Reise stand am Sonntag ein Besuch der historischen Stadt Krakau auf dem Programm, wo die Gruppe die beeindruckende Altstadt erkundete. Reich an unvergesslichen Eindrücken und mit dem silbernen Band im Gepäck traten die Musikantinnen und Musikanten schliesslich dankbar und glücklich die Heimreise ins Fricktal an.
(mgt)