Grundsteinlegung bei der neuen Mittelschule in Stein
«Die Kantonsschule Stein stärkt den Bildungsstandort im Norden des Kantons nachhaltig», betonte Regierungsrat Markus Dieth am Samstagmorgen bei der Grundsteinlegung. Auch Bildungsdirektorin Martina Bircher unterstrich die regionale ...
Grundsteinlegung bei der neuen Mittelschule in Stein
«Die Kantonsschule Stein stärkt den Bildungsstandort im Norden des Kantons nachhaltig», betonte Regierungsrat Markus Dieth am Samstagmorgen bei der Grundsteinlegung. Auch Bildungsdirektorin Martina Bircher unterstrich die regionale Bedeutung der neuen Kanti.
Susanne Hörth
Nach über 50 Jahren entsteht im Kanton Aargau mit der Kanti Stein erstmals wieder eine neue Kantonsschule. Dieses Ereignis – und insbesondere das Erreichen eines wichtigen Etappenziels – wurde am Samstagmorgen auf dem Baugelände mit der Grundsteinlegung gefeiert. «Eine Kantonsschule lässt sich nicht einfach aus Beton und Stein hochziehen. Es braucht viel Zeit, Herzblut und Ressourcen, um den Geist einer Schule zu formen», sagte Regierungsrat und Finanzvorsteher Markus Dieth in der Baugrube vor zahlreichen Gästen. Dass die neue Kanti Stein ein nahezu monumentales Projekt sei, zeige sich auch in den Zahlen. «Ein Bau dieser Grössenordnung mit einem Investitionsvolumen von 200 Millionen Franken wurde zuletzt 2013 mit der Eröffnung der Fachhochschule Nordwestschweiz in Windisch realisiert.» Für die Kanti Stein bewilligte der Grosse Rat 2022 einen Kredit von rund 222 Millionen Franken.
Verantwortung übernehmen
In die bereitstehende Zeitkapsel legte Markus Dieth einen Sack voller Münzen. Sollten Archäologen diese eines Tages finden, würden sie sich vielleicht fragen, aus welcher Zeit sie stammen. «Ich hoffe, sie werden sagen können: Das war eine Zeit, in der man Verantwortung übernommen hat – in der man in Bildung, Infrastruktur und Zukunft investiert hat.»
Bildungsdirektorin Martina Bircher steuerte eine schwarze Tasse bei, deren Motiv der BKS-Strategie erst sichtbar wird, wenn sie mit heissem Wasser gefüllt wird. «Das Bild entsteht nicht sofort. Es entwickelt sich Schritt für Schritt – wie auch in der Bildungspolitik», erklärte Bircher. «Sie braucht Klarheit im Ziel, Zeit in der Umsetzung und Beharrlichkeit.» Schmunzelnd fügte sie an: «Markus Dieth und ich treffen uns in letzter Zeit auffallend oft auf Baustellen. Für eine Bildungsdirektorin ist das nicht alltäglich. Aber es zeigt, wie viel im Aargauer Bildungsraum derzeit gebaut wird – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.» Mit der Grundsteinlegung werde ein Versprechen abgelegt: für die Lernenden, die Lehrpersonen und den Kanton. «Wir übernehmen Verantwortung für die nächsten Generationen.» Auch Katrin Brupbacher, Rektorin der Kanti Stein, sprach von einem bedeutenden Meilenstein. «Die Grundsteinlegung verbindet, was bereits entstanden ist, mit dem, was noch kommen wird.» Das neue Gebäude werde nach seiner Fertigstellung Raum bieten für zeitgemässe Lehr- und Lernformen, für Austausch, Zusammenarbeit und weiteres Wachstum.
Architekt Wim Eckert betonte: «Der Grundstein, den wir heute setzen, ist weit mehr als ein Bauteil. Er ist ein Versprechen an die Zukunft. Er trägt nicht nur die Lasten von Beton, Stahl, Glas und Holz, sondern auch die Vision einer Gemeinschaft, die sich hier entfalten wird.»
«Wir sind sehr stolz», sagte Steins Gemeindeammann Beat Käser gegenüber der NFZ.