Ronny Wittenwiler
Bei Krümel ist es zwar erst im Sommer soweit. Doch am Dienstag organisierte die Schule einen Info-Abend zum Übertritt in die Oberstufe.
Als wir vor zwei Jahren wegen Brösmeli einen solchen Infoanlass besuchten, da merkten wir, wie der Ernst des ...
Ronny Wittenwiler
Bei Krümel ist es zwar erst im Sommer soweit. Doch am Dienstag organisierte die Schule einen Info-Abend zum Übertritt in die Oberstufe.
Als wir vor zwei Jahren wegen Brösmeli einen solchen Infoanlass besuchten, da merkten wir, wie der Ernst des Lebens beginnt: Was muss mein Kind alles können? Ist es selbständig genug? Hat es genügend Sozialkompetenz in Anbetracht dieses Vaters? Da wird man als Eltern schon mal nervös. Die Anspannung im Raum ist brutal spürbar.
Wie feinfühlig die Schule Möhlin aber in diesem Jahr darauf reagiert hat, ist schlicht grosse Klasse: Um uns allen etwas die Angst vor all diesen schwierigen Themen zu nehmen, stimmt zuerst die Musikgesellschaft auf den Abend ein und spielt nochmal die grössten Hits vom letzten Fischessen.
Eine halbe Stunde später ist die Playlist von der Waldbereisung an der Reihe, da schreibt mir Maus direkt von der Abendschicht: «Hat es viele Eltern?»
Ich so: «Und wie. Die Steinli-Aula geht voll ab!»
Zehn Minuten später, ich führe gerade die Polonäse an, da frage ich mich, weshalb wir eigentlich nur zwei Kinder haben: Dieser Infoabend ist der absolute Knaller. Und Maus schreibt schon wieder: «Ist der Infoabend nicht im Fuchsrain?»
Jesses.
Ich stelle vorsichtshalber mal auf Flugmodus.
Keine Ahnung, wo ich da wieder gelandet bin, aber der anschliessende Apéro riche ist ein Gedicht.
Wieder zuhause, bekomme ich nach der Abendschicht von meiner Frau eine detaillierte Standortbestimmung. Sie zeigt mir, wo der Bartli den Moscht holt.
witte@nfz.ch