Ronny Wittenwiler
Jeder Mensch entwickelt sich neumendurch weiter. Sogar mir ist das passiert. Denn als am 11. Juni Mexiko gegen Südafrika die Fussball-WM eröffnete, da habe ich Maus hoch und heilig versprochen, jetzt wirklich nicht für jedes einzelne Spiel vor dem ...
Ronny Wittenwiler
Jeder Mensch entwickelt sich neumendurch weiter. Sogar mir ist das passiert. Denn als am 11. Juni Mexiko gegen Südafrika die Fussball-WM eröffnete, da habe ich Maus hoch und heilig versprochen, jetzt wirklich nicht für jedes einzelne Spiel vor dem Fernseher zu sitzen. Die Demokratische Republik Kongo gegen Usbekistan (1.30 Uhr) und Kap Verde gegen Saudi-Arabien (2 Uhr) habe ich deshalb im Liegen auf dem iPad geschaut. Und nun geht es also in die heisse Phase. Weil ich mir am Sonntagmorgen den Kracher gegen Argentinien (3 Uhr) logischerweise nicht entgehen lassen kann, war es diese Woche endlich höchste Zeit für ein Dankeschön – ich habe Maus spontan zu einem romantischen Themenabend komplett ohne Fussball eingeladen: Wir haben beim Italiener in Deutschland Chianti mit frühzeitigem Abgang getrunken, uns zuhause auf ORF1 einen Dokumentarfilm über Brasilien, Paraguay und Kolumbien angeschaut, und kurz vor dem Einschlafen dann, flüsterte mir Maus ins Ohr: «Du kannst es eben doch! Das war der schönste Abend seit langem.»
Das hat mich sehr berührt. witte@nfz.ch
Wenn sie rausfindet, dass am Mittwoch spielfrei war, bin ich geliefert.